Immobilienmarkt: Investoren waren schon vor den Protesten skeptisch

Großinvestoren halten sich mit ihrem Interesse am türkischen Immobilienmarkt zurück. Doch einzig und allein mit den Protesten, habe das nichts zu tun. Für jeden Investor seien zuallererst sichere Mieteinnahmen wichtig. Da habe es schon vorher Defizite gegeben.

Die anhaltenden Demonstrationen und gewaltsamen Ausschreitungen in der Türkei, werden kein Vertrauen bei potentiellen Immobilien-Investoren auslösen. Doch die sollen schon vor den Massendemonstrationen skeptisch in Bezug auf den türkischen Immobilienmarkt gewesen sein. Ausländischen Investoren komme es vor allem auf sichere Mieteinnahmen an.

Es finde ein harter Wettbewerb unter den Einkaufszentren statt. 24 Einkaufszentren seien deshalb in den vergangenen zwei Jahren geschlossen worden. Zudem seien große Teile der Türkei ohnehin überbebaut, zitiert die Hürriyet den Chef des Immobilienunternehmens Kuzeybatı, Murat Ergin. Allerdings haben in den vergangenen Jahren eine Reihe von Privatpersonen Häuser und weitere Immobilien in der Türkei erworben.

Privatpersonen kaufen Immobilien

Zwischen Mai 2012 und Mai 2013 haben insgesamt 14.599 ausländische Käufer 13.495 türkische Liegenschaften erworben. Die südliche Küste der Provinz Mersin war bei ihnen am beliebtesten, ihr folgte die Ägäis-Provinz İzmir. Auf Rang drei landete die Yalova-Provinz am Marmara Meer. Bursa, Ankara, Trabzon, Çorum, Sakarya, Tekirdag und Gaziantep standen ebenfalls hoch im Kurs. İstanbul liegt allerdings noch nicht in den Top-10. (mehr hier).

Dem Bericht zufolge, seien die Russen in besagtem Zeitraum die fleißigsten Immobilienkäufer gewesen und hätten 2,313 Objekte erworben. Ihnen nach folgten die Engländer mit 1,353 Immobilien. Kunden aus Deutschland kauften immerhin 1,350 Häuser.

Die Länder mit den nächst höchsten Käuferzahlen seien Norwegen, Schweden, Belgien, den Niederlanden, Kuwait und Saudi-Arabien gewesen. Die Dominanz der europäischen Käufer über denen aus den Golfstaaten ist insofern nicht überraschend, als dass schon Anfang 2013 berichtet wurde, dass die Bürger der arabischen Nationen durch die neue Gesetzgebung vergrault würden (mehr hier).

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