Zurück in Istanbul: Zehntausende empfangen Erdoğan in Istanbul

Aus ganz Istanbul strömen die Menschen zum Atatürk Flughafen, um Premier Erdoğan zu empfangen. Die Straßen sind komplett verstopft. Erdoğan hielt gleich nach seiner Ankunft eine Rede und sagte der „Zinslobby“ den Kampf an. Seine Regierung lasse sich nicht von Spekulanten an der Börse in die Ecke drängen.

Zehtausende Menschen haben in den Morgenstunden des 07. Juni Ministerpräsident Erdoğan am Atatürk Flughafen in Istanbul empfangen. Die Straßen zum Flughafen waren verstopft, da sich aus ganz Istanbul Menschen mit ihren Fahrzeugen auf dem Weg dorthin befanden. Die Betriebszeit der Bus-Shuttles wurde bis zum Morgengrauen verlängert. Erdoğan hielt gleich nach seiner Ankunft eine Rede an das Volk.

„Wir sind die Vertreter des gesamten türkischen Volkes und sind standhaft geblieben (…). Die Zinslobbyisten glauben, dass sie unser Volk mit ihren Drohgebärden an der Börse in die Knie zwingen können (…). Wir haben eine große Türkei geschaffen und werden voranschreiten. Wir sind nicht die Herren dieses Landes, sondern seine Diener. Unser Anspruch war es niemals, die Herzen der Menschen zu brechen (…). In den vergangenen zehneinhalb Jahre haben wir unsere Regierungszeit als eine heilige Pflicht an unserem Volk gesehen (…). Ein Geschäftsführer einer berühmten Bank [Ergun Özen von der Garanti Bank, Anm. d. Red.] steht nun auf und ergreift Partei für Vandalismus und Zerstörung. Doch wann immer diese Leute mit uns zusammen sitzen, schmieren sie uns Honig um den Mund und danken uns dafür, dass sich ihre Gewinne unter der AKP-Regierung um das fünffache erhöht haben (…). Wir wollten zu keinem Zeitpunkt polarisieren“.

Die Unterstützung der Massen für Erdoğan, waren nicht zu überhören und nicht zu übersehen. Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie „Menderes habt ihr gehängt, Özal habt ihr vergiftet, Erdoğan geben wir nicht her“ oder „Wir stehen an deiner Seite gegen die Zinslobby“, berichtet Haberturk. Auch Plakate von Erdoğan und Atatürk wurden hochgehalten. Währenddessen laufen die Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten in Istanbul und Ankara weiter.

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