US-Senator McCain prescht vor: „Erdoğan verhält sich wie ein Diktator“

US-Senator John McCain begrüßt die wirtschaftlichen Erfolge der Türkei. Doch Erdoğan verhalte sich immer mehr wie ein Dikator. Das türkische Volk habe gemerkt, dass Erdoğan das Volk in eine islamische Richtung dränge. Dies seien die Gründe für die „Revolte“.

„Ich liebe die Türkei. Sie hat in den vergangenen Jahren einen enormen Wirtschaftsaufschwung verzeichnet. Aber ich glaube, dass in den Augen vieler Türken sich Erdoğan mehr wie ein Diktator als wie ein Ministerpräsident verhält“, sagte US-Senator John McCain auf einer Veranstaltung der US-Denkfabrik Brookings Institution.

Niemand habe mit derartigen Ausschreitungen in der Türkei gerechnet. Doch es sei klar, dass sich die Revolte in der Türkei gegen Erdoğans Politik richte, das Volk in eine islamische Richtung zu bewegen.

„Viele von Ihnen waren schon einmal in der Türkei und haben beispielsweise in Ankara oder Istanbul ein kosmopolitisches Umfeld erlebt“, so McCain an die Journalisten im Saal. Erdoğan habe eine andere Richtung eingeschlagen, welche von Alkoholverboten bis zur Ausbildung von Jugendlichen in religiösen Schulen reichte. Zudem habe er die Medien einschüchtern lassen.

Er glaube nicht, dass die „Revolte“ vergleichbar sei mit denen des Arabischen Frühlings. „Ich glaube, dass die Ereignisse eine Reaktion gegen eine Person gewesen sind, welche das Volk in eine ganz bestimmte Richtung bewegen möchte und selbstherrlich regiert“, sagt McCain.

Am 6. Juli ist Erdogan von seiner Afrika-Reise in die Türkei zurückgekommen. Am Atatürk-Flughafen von Istanbul wurde er von Zentausenden seiner Anhänger feierlich empfangen (mehr hier).

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