Gül zu Twitter-Fe​stnahmen: Es wird keine „Hexenjagd​“ geben

Der türkische Präsident Abdullah Gül zeigt sich tief besorgt über die Vorkommnisse in der Türkei. Er verspricht, dass es keine „Hexenjagd​“ auf Oppositionelle geben wird. Stattdessen wünscht er sich eine öffentliche Diskussion, an der die gesamte Gesellschaft teilnehme. Doch Beleidigungen und Verleumdungen per Twitter seien seiner Ansicht nach als Vergehen einzustufen.

Eine „Hexenjagd​“ auf Oppositionelle und Twitter-Aktivisten werde es nicht geben. Das jedenfalls hat der türkische Präsident Abdullah Gül dem Vorsitzenden der Türkischen Anwaltskammer „Türkiye Barolar Birliği“, Metin Feyzioğlu, zugesagt.

Lehren gezogen

„Wir möchten dieses Versprechen als ausreichende Sicherheit ansehen“, zitiert die Nachrichtenagentur Doğan den Vorsitzenden. Abdullah Gül sollen die Ereignisse sehr mitgenommen haben und er wünsche sich, dass alle Seiten ihre Lehren aus den Vorkommnissen gezogen haben.

Gül soll weiterhin gesagt haben, dass er als „begeisterter“ Nutzer der sozialen Medien immer wieder auf Beleidigungen und Verlemdungen stoße. Das seien Vergehen. Er wünsche sich eine öffentliche, konstruktive Diskussion. Zudem seien die Menschen frei in ihrem Bestreben, ihre Meinung auf die „Straßen“ zu tragen.

„Westlich“ und nicht „arabisch“

Er warne davor, die Demonstrationen nicht den „Provokateuren“ zu überlassen. Zuvor hatte Gül in einer Mitteilung gesagt, dass die Türkei eine pluralistische Gesellschaft sei und Gegenmeinungen willkommen seien. Die Proteste in der Türkei, so Gül, weisen einen „westlichen“ und keinen „arabischen“ Charakter auf (mehr hier).

Auch Cem Özdemir, so berichtet am Morgen die türkische Zeitung Hürriyet, habe die andauernde Protestwelle in der Türkei als „europäisch“ bezeichnet und die Jugendlichen für ihre „Modernität“ gelobt (mehr hier).

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