#Occupy New York Times: Türkischer Protest erscheint auf voller Zeitungsseite

53.800 Dollar lautete das Ziel, um eine ganze Werbeseite in der New York Times kaufen zu können. Mittlerweile haben die Initiatoren der Crowdfunding-Kampagne „Full Page Ad for Turkish Democracy in Action: OccupyGezi for the World“ fast das Doppelte erreicht. An diesem Freitag ist türkische Stimme des Protests gedruckt worden. Die Spendenaktion läuft aber weiter.

Die Freude bei Murat Aktihanoglu und seinen beiden Mit-Initiatoren Oltac Unsal nnd Duygu Atacan ist groß. An diesem Freitag wurde ihr Beitrag „What is Happening in Turkey?“ in der renommierten New York Times gedruckt.

Seit 3. Juni ist die dazugehörige Indiegogo-Kampagne mit dem Titel „Full Page Ad for Turkish Democracy in Action: OccupyGezi for the World“ online. Bereits nicht einmal 24 Stunden später hatte das türkische Trio das Ziel von 53.800 Dollar erreicht (mehr hier). Bis zum frühen Freitagabend spendete die User-Gemeinde 102.528 Dollar. 2572 Menschen unterstützen bisher das Anliegen und sprechen in rund 1200 Kommentaren darüber.

„Wir sind ganz normale Bürger“

Nach Angaben von Forbes ist die Crowdfunding-Aktion sogar rekordverdächtig. Sie sei eine der bisher schnellsten politischen Sammelaktionen in der Geschichte der Plattform Indiegogo. Die Anzeige sei nun, so berichtet unterdessen The Verge, im vorderen Teil der New York Times erschienen. „Beim Betrachten der Dinge, die gerade in der Türkei passieren, dachten wir uns, dass wir hier etwas tun müssten“, erklärt Aktihanoglu die Intention in dieser Woche im Gespräch mit CNN. „Wir sind ganz normale Bürger. Wir sind keine Aktivisten. Wir sind keine Politiker. Deshalb dachten wir, dass das Beste, was wir tun könnten, wäre zu versuchen, die globale Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit auf die Situation in der Türkei zu erhöhen.“

Nach dem Abdruck ihrer Zeilen ist die Crowdfunding-Kampagne jedoch noch nicht zu Ende. Bis zum 30. Juni kann noch gespendet werden. In der Zwischenzeit erbitten die Initiatoren Vorschläge, was mit dem übrigen Geld getan werden könnte.

Proteste haben weder mit Religion noch mit Politik zu tun – hier.

Ratingagentur Fitch wartet auf Reaktion der AKP – hier.

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