Erdoğan beruft Krisen-Sitzung der AKP ein

Erdoğan-Berater Hüseyin Çelik sagt: Friedliche Proteste sind immer willkommen. Doch es hat auch einige Provokateure gegeben, die die Eskalation heraufbeschwört haben. Der angerichtete Schaden beläuft sich landesweit auf etwa 28 Milliarden Euro. Eine Mitverantwortung trägt die CHP. Die AKP wird sich der „Zinslobby“ nicht ergeben.

Premier Erdoğan hat anlässlich der Ausschreitungen in der Türkei eine Krisensitzung des Parteivorstands der AKP einberufen. Nach der Sondersitzung sagte der Erdoğan-Vertraute Hüseyin Çelik:

„Seit Beginn der Proteste haben wir immer wieder betont, dass wir nicht die Absicht haben, die Grünflächen am Gezi Park zu zerstören. In dieser Angelegenheit stehen wir auf der Seite der Umweltschützer. Doch Ausschreitungen haben nichts mit Umweltschutz zu tun. Demokratische Forderungen haben wir immer ernst genommen. Aber sie müssen doch sehen, wieviel Zerstörung und Schaden uns die Vorkommnisse eingehandelt haben. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 28 Milliarden Euro. Aber der Verlust von Menschenleben lässt sich nicht mit Geld messen. Der Ministerpräsident bezeichnete einzig und allein die Randalierer als Plünderer. Die unschuldigen demonstrierenden Bürger waren damit nicht gemeint. Auch in London ist es 2011 zu derartigen Ereignissen gekommen. Ein Bürger wurde von der Polizei getötet. Damals hat auch der englische Premier die Randalierer als Plünderer bezeichnet“.

Die türkische Polizei habe ihre Schutzfunktion in Bezug auf die friedlichen Demonstranten erfüllt. Doch es sei legitim, wenn sich die Polizei gegen diejenigen zur Wehr setze, die sie mit Steinen bewerfen und angreifen, so Çelik. Er betonte, dass die AKP sich der „Zinslobby“ nicht ergeben werde.

Verantwortung der CHP

Erdoğan und die AKP haben in den vergangenen elf Jahren, so Çelik, keine gesellschaftliche Schicht ausgeschlossen. Seine Partei respektiere alle Konfessionen des Landes, berichtet Haberturk. Doch er beobachte, wie einige Provokateure die Gunst der Stunde nutzen wollen, um einen Keil zwischen Aleviten und Sunniten zu treiben. Çelik hatte auch Worte für die Oppositionspartei CHP:

„Die CHP versucht ihre Misserfolge bei den Wahlen, durch die Beteiligung an den Ausschreitungen zu kaschieren und trägt eine Mitverantwortung für die Zerstörungen im Land. Sie sollten sich beim Volk entschduligen“.

Unterschriftenaktion in Deutschland gegen Erdoğan – hier.

Die Furcht vor weiteren Zusammenstößen – hier.

 

 

 

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