Erdoğan über Gezi Park: „Auch ich bin Umweltschü​tzer“

Erdoğan hat in Adana vor Tausenden von Menschen gesagt, dass auch er ein Umweltschützer sei. Die Demonstranten von Gezi Park können ihn auch direkt kontaktieren und er werde sie unterstützen. Doch die Zusammenstöße seien etwas anderes. Das eigentliche Ziel sei es, den Aufstieg der Türkei zu verhindern.

„Wenn ihr Vertrauen in eure Argumente habt und an die Meinungsfreiheit glaubt, dann kommt zu mir. Wenn ihr als Umweltschützer etwas zu sagen habt, dann bin ich euer Ansprechpartner. Denn auch ich bin Umweltschützer“, sagte Premier Erdoğan im Rahmen einer Rede in der Stadt Adana. Tausende Menschen wohnten seiner Rede bei. Sie riefen ihm zu: „Die Türkei ist stolz auf dich“.

Die AKP habe in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 2,1 Milliarden neue Bäume einpflanzen lassen. „Niemand kann uns in puncto Umweltschutz Lehrstunden erteilen“, zitiert die Hürriyet Erdoğan. Doch darum gehe es den meisten Demonstranten nicht. Viele von ihnen seien keine Umweltschützer.

„Ich habe eine Bitte an euch. In sieben Monaten sind die Regionalwahlen. Ich möchte, dass ihr diesen Leuten an der Wahlurne antwortet. Sowohl im Inland als auch im Ausland gibt es Menschen, die den Aufstieg unseres Landes nicht verkraften können. Zeigt ihnen bei den kommenden Wahlen, dass sie sich zu Recht ärgern“.

Die AKP als Volkspartei

Er habe sich in den Dienst seines Volkes gestellt. Solange er lebendig sei, werde er standhaft bleiben. Nur Gott könne ihm sein Leben nehmen. Zu keinem Zeitpunkt habe er Menschen ausgeschlossen. „Wir haben immer betont, dass wir gegen religiösen Fundamentalismus und ethnischen Nationalismus sind. Wir sind die Partei von 76 Millionen Menschen“, so Erdoğan. Seine zweite Rede wird Ministerpräsident Erdoğan in Mersin halten und dann nach Ankara fliegen.

Zuvor hatte Erdogan eine Krisensitzung seiner Partei einberufen (mehr hier). Am 15. und 16 Juni werden in Istanbul und Ankara zwei Großkundgebungen der AKP stattfinden. Vergangenene Nacht wurden schwere Ausschreitungen gemeldet (mehr hier).

Straßenschlachten in Istanbul – hier.

Übergriffe auf Frauen mit Kopftüchern – hier.

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