Erdoğan heizt Stimmung an: „Angriffe gegen Kopftuch und Moscheen“

Ausschreitungen, Polizeigewalt und Vandalismus. Die Türkei kommt nicht zur Ruhe und Premier Erdoğan gibt nicht nach. Auf seiner Rede in Ankara hat er sich über Angriffe gegen Kopftuchträgerinnen und Moschee-Entweihungen beschwert. Die Situation im Land ist nach wie vor sehr angespannt.

Premier Erdoğan hat sich während seiner Rede auf dem Esenboğa-Flughafen in Ankara über Angriffe gegen Kopftuch tragende Frauen und die Entweihung von Moscheen beschwert.

Im Zuge der Proteste soll es in einigen Vierteln Istanbul zu Attacken gegen Kopftuchträgerinnen gekommen sein (mehr hier). Die Aktivisten von OccupyGezi protestierten zuvor lautstark gegen die Gewalttaten. Denn unter ihnen befinden sich auch Aktivistinnen mit Kopftüchern.

„Bierflaschen in Moscheen“

„Einst war es meinen kopftuchtragenden Schwestern verboten, am Universitätsbetrieb teilzunehmen. Sie wurden behandelt wie die Paria. Doch sie haben durchgehalten und haben zu keinem Zeitpunkt zur Gewalt aufgerufen. Denn der Lohn der Geduld ist die Glückseeligkeit“, sagte Erdoğan.

Doch die Demonstranten seien von einem anderen Format. Sie seien mit Bierflaschen und ihren Schuhen in die Dolmabahçe-Moschee eingedrungen, was eine Entweihung bedeute. „So weit sind diese Leute gegangen“, zitiert Haberturk Premier Erdoğan. Den Angaben des Vorbeters der Dolmabahçe-Moschee zufolge habe es einen derartigen Vorfall nicht gegeben, berichtet die Hürriyet.

Verletzte Demonstranten sollen lediglich Zuflucht in der Moschee gesucht haben. Sie seien vom Vorbeter aufgenommen und verarztet worden. Niemand habe die Moschee mit den Schuhen betreten und niemand habe Alhohol zu sich genommen.

Sechs Polizisten begehen Selbstmord – hier.

4400 Verletzte bei Ausschreitungen – hier.

 

 

 

 

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