Obama-Denk​fabrik: Türken sind gegen Erdoğan und Islamismus

Die Proteste in der Türkei seien ein Aufstand gegen die Ignoranz Erdoğans und die Islamisierungs-Tendenzen der AKP. Eine neue Demokratibewegung sei entstanden. Deshalb fordert das „Center for American Progress“ (CFAP), dass sich Obama darauf einstelle.

Die Obama-nahe Denkfabrik „Center for American Progress“ (CFAP) sagt in einer Analyse, dass die türkische Bevölkerung weitgehend unzufrieden sei mit Erdoğan und seiner Regierung. Ausschlaggebend seien nicht wirtschaftliche, sondern politische Gründe.

Die Inhaftierungen von Journalisten und Regierungskritikern haben in Bevölkerung den Eindruck erweckt, dass Erdoğan eine sozial-konservative Agenda hat und die Islamisierung der Türkei vorantreiben möchte. Der Bauplan einer Moschee auf dem Taksim-Platz bestätige die Ängste der Türken. Erdoğan zeige wenig Interesse an Kritiken und toleriere keine Widerrede. Seine Unnachgiebigkeit habe den Status der Ignoranz erreicht.

Türkische Medien während der Proteste

Auch die türkischen Massenmedien sollen eine unrühmliche Rolle bei den Protesten spielen. Während CNN international Liveschaltungen zum Taksim-Platz durchführen ließ, sendete CNN Turk einen Dokumentarfilm über Pinguine. Auch weitere türkische Fernsehsender sollen versuchen möglichst wenig bis gar nicht, über die Ereignisse in der Türkei zu berichten. „Die türkischen Massenmedien sind die großen Verlierer“, zitiert CFAP einen türkischen Analysten

Insgesamt befinde sich die Türkei an einem wichtigen Punkt ihrer Geschichte. Denn eine neue politische Kraft innerhalb des Volkes habe sich behaupten können. Wohin die „politische Reise“ gehe stehe noch nicht fest. Doch die USA seien aufgefordert alles dafür zu tun, dass es vorwärts und nicht rückwärts gehe. US-Wissenschaftler Soner Çağaptay hatte zuvor in einer Analyse gesagt, dass durch die Proteste eine neue türkische Basisdemokratie ins Leben gerufen wurde (mehr hier).

Erdoğan gibt nicht auf – hier.

Warum Erdoğan nichts verstanden haben soll? – hier.

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