Syrien: Islamisten exekutieren 15-jährigen Jungen vor den Augen seiner Eltern

In Syrien hat die radikal-islamische al-Nusra Front einen Jungen im Beisein seiner Eltern exekutiert. Sie warfen dem 15-jährigen „Ketzerei“ vor. Die Gruppe gewinnt im syrischen Bürgerkrieg an Terrain und versucht, ihren Machtanspruch mit besonderer Grausamkeit zu untermauern.

Mitglieder der Al Kaida-nahen Gruppe al-Nusra Front sollen in der syrischen Stadt Aleppo einen 15-jährigen Jungen namens Mohammad Qataa mit zwei Kopfschüssen exekutiert haben. Die Eltern des Jungen wurden gezwungen, sich die Exekution anzusehen. Qataa wurde von der radikal-islamischen Gruppe „Ketzerei“ vorgeworfen. Ein Islamist erklärte, dass jeder, der nicht an Allah glaube, ein Polytheist sei, und Polytheismus sei mit dem Tod zu bestrafen. Dann schoss er dem Jungen vor den Augen seiner Eltern in den Kopf und entkam mit einem Auto.

Das „Verbrechen“ des Jungen: Er soll in einem Streit mit einem Einwohner gesagt haben: „Auch wenn der Prophet Mohammed höchstpersönlich vom Himmel herunterkommen sollte, werde ich kein Gläubiger werden“, so Al-Arabiya.

„Wir können derartige Verbrechen nicht ignorieren. Sie dienen nur den Feinden der Revolution und der Menschlichkeit“, zitiert die Jerusalem Post den Vorsitzenden der Syrischen Beobachtergruppe für Menschenrechte, Rami Abdulrahman.

Islamistische Söldner aus dem Ausland

Die al-Nusra Front, auch Dschabhat al-Nusra gehört zum internationalen Netzwerk der Terrororganisation Al Kaida. Der US-Wissenschaftler Soner Çağaptay sagt, dass die Gruppe innerhalb der Anti-Assad-Kräfte immer stärker werde. Sie profitieren von der logistischen Unterstützung an die reguläre bewaffnete Opposition, die Ankara leiste.

Und sie setzt offenbar darauf, ihren Machtanspruch mit besonderer Grausamkeit anzumelden und die Bürger brutal einzuschüchtern.

Viele von ihnen seien ausländische Söldner, die über die Türkei nach Syrien kommen. Sie benutzen die türkischen Landstriche entlang der türkisch-syrischen Grenze als Rückzugsgebiet (mehr hier).

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