UEFA: Verfahren gegen Beşiktaş und Fenerbahçe eingeleitet

Der Spiele-Manipulationsskandal in der Saison 2010/2011 könnte für die beiden türkischen Vereine Beşiktaş und Fenerbahçe ein weiteres Nachspiel haben. Zu Wochenbeginn hat der UEFA-Disziplinarinspektor ein Verfahren bei der Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA eingeleitet. Den Clubs droht nun der Ausschluss aus dem Europapokal.

Der türkischen Fußballszene wurde am vergangenen Montag ein erneuter Schlag versetzt. Wie die UEFA bekannt gab, habe man gegen die beiden Istanbuler Vereine Beşiktaş und Fenerbahçe ein Disziplinarverfahren eröffnet. Das berichtet die türkische Zeitung Zaman.

Zuvor hatte der UEFA-Disziplinarinspektor die Ergebnisse der Untersuchungen gegen die beiden Vereine abgeschlossen und der UEFA Kontroll- und Disziplinarkammer vorgelegt. Behandelt werden die beiden Akten am 21. bzw. 22. Juni im Haus des Europäischen Fußballs in Nyon, Schweiz.

Verfahren wegen Spielabspracehn im Jahr 2011

Beşiktaş und die beiden Vereinsverantwortlichen, Ex-Trainer Tayfur Havutcu (mehr hier) und Ex-Vorstandsmitglied Serdal Adali, müssen sich nun wegen vermeintlicher Spielabsprachen verantworten. Diese sollen sich im Zuge des Endspiels um den Türkischen Pokal im Jahr 2011 zugetragen haben (mehr hier). Im Fall von Fenerbahçe trifft es nach denUntersuchungen zu angeblichen Spielabsprachen zudem fünf Vereinsverantwortliche. Konkret handelt es sich um Präsident Aziz Yildirim sowie die Vorstandsmitglieder Ali Yildirim, Sekip Mosturoglu, Ilhan Eksioglu und Cemil Turan.

In einer ersten Reaktion auf das Vorgehen der UEFA zeigte sich Fenerbahçe gereizt. Die Akte selbst beinhalte allein Behauptungen und Vorwürfe gegen den Klub, zitiert Gazetefutbol aus einer entsprechenden Börsenmitteilung des Vereins. Weder seien Gegenbeweise berücksichtigt worden noch habe man dem Verein im Rahmen der Ermittlungen ein Recht auf Verteidigung eingeräumt, so der Vorwurf. Es werde gefordert, dass die fünf Funktionäre ihr Amt bis auf Weiteres nicht ausüben dürften und lebenslang vom Fußball ausgeschlossen werden sollten. Daneben würde behauptet, dass der Verein unmittelbar und mittelbar in manipulative Handlungen verstrickt gewesen wäre.Die UEFA fordere nun, dass man für die nächsten beiden Jahre aus dem Europapokal ausgeschlossen werde.

Verteidigung bis zm 19. Juni möglich

Nüchterner fiel hingegen die Reaktion von Beşiktaş aus. Ebenfalls in einer Börsenmitteilung, so Gazetefutbol, habe der Verein darauf hingewiesen, dass man nun bis zum 19. Juni Zeit habe, sich zu den Vorwürfen zu äußern und zu verteidigen. Der UEFA-Disziplinarinspektor fordere, dass der Verein in der Saison 2013/14 von der UEFA Europa League ausgeschlossen werde und der Ausschuss über einen weiteren Ausschluss aus dem Europapokal entscheide. Außerdem sollen Tayfur Havutcu und Serdal Adali vom Fußball ausgeschlossen werden.

Die Entscheidungen werden im Verlauf der darauffolgenden Woche erwartet.

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