Salafismus​: Muslime verurteile​n Angriff auf SWR-Report​er

Die Schura Rheinland-Pfalz verurteilt aufs Schärfste den salafistischen Angriff gegen ein Reporter-Team des SWR. Jene Tat, die sich vergangene Woche in Offenbach zutrug, unterscheide sich in nichts von anti-muslimischen Anschlägen.

Ein verletzter Reporter, ein lädierter Kameramann und ein ebenfalls in Mitleidenschaft gezogener Tontechniker des SWR, samt erheblich beschädigter Aufnahmegeräte: Das ist die Bilanz eines salafistischen Überfalls am vergangenen Freitagnachmittag im hessischen Offenbach (mehr hier). Dieser Vorfall hat bei vielen Nicht-Muslimen für Empörung gesorgt. Doch auch die Muslime in Deutschland beziehen Stellung gegen den Angriff vor der Tauhid-Moschee in Offenbach.

„Politisch motivierte Hasskriminalität“

„Als Landesverband der Muslime verurteilen wir den feigen Angriff auf das Schärfste. Die Journalisten kamen als Gäste der Moscheegemeinde. Damit ist diese Tat nicht nur ein Angriff auf die körperliche Unversehrtheit und Würde der Reporter, sondern auch ein Angriff auf die Gastgebergemeinde und die ganze muslimische Community“, sagt der Vorsitzender der Schura Rheinland-Pfalz, Mustafa Cimşit, in einer Mitteilung.

Der Überfall auf das SWR-Team sei gleichzusetzen mit den Anschlägen auf den Arab Nil-Rhein Verein in Mainz und die DITIB Moschee in Bullay, welche sich im vergangenen Monat ereignet haben. Auch dieser Angriff sei als „politisch motivierte Hasskriminalität“ einzustufen.

Salafismus als Gefahr für Deutschland

Im vergangenen März war es in NRW und Hessen zu Großrazzien gegen Salafisten-Vereine gekommen. In einer Mitteilung des Bundesministeriums des Innern (BMI) wurde berichtet, dass die Vereine „Dawa FFM“ und „Islamische Audios“ verboten wurden und aufgelöst werden können. Dies betraf auch die „An-Nussrah“, welche als Teilorganisation der verbotenen Organisation „Millatu Ibrahim“ eingestuft wird (mehr hier).

Bundesinnenminister Friedrich sieht in dem Netzwerk der Salafisten eine Bedrohung für Deutschland. Der Salafismus sei unvereinbar mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Die Verbote dienen vor allem „dem Schutz der übergroßen Zahl friedlicher Muslime. Sie dürfen nicht unter Konflikten leiden, die von Extremisten planvoll geschürt werden“, erklärte er.

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