Kriegsgefahr: Obama bestätigt Einsatz von C-Waffen in Syrien

Nach Auswertung von Geheimdienstinformationen ist die US-Regierung zu dem Schluss gekommen, dass die syrische Regierung C-Waffen gegen syrische Rebellen eingesetzt haben soll. Eine militärische Option gegen Syrien rückt damit immer näher.

Das Assad-Regime soll Chemiewaffen gegen syrische Rebellen eingesetzt haben. „Unsere Nachrichtendienste haben eine eingehende Prüfung durchgeführt. Wir sind zu dem Ergebnis gelangt, dass die syrische Armee im vergangenen Jahr geringe Mengen an chemischen Kampfstoffen wie das Giftgas Sarin mehrfach verwendet hat“, sagt der stellvertretende Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, Ben Rhodes, in einer Mitteilung, die den New York Times vorliegt.

„Rote Linie“ überschritten

Der C-Waffen-Einsatz habe bisher 100 bis 150 Menschen das Leben gekostet. Doch Beweise dafür, dass auch die syrischen Rebellen C-Waffen eingesetzt haben sollen, lägen nicht vor. „Der Präsident hatte zuvor klargestellt, dass der Einsatz von Chemiewaffen für ihn eine rote Linie darstelle“, so Rhodes. Die sei nun überschritten.

US-Interesse hat Vorrang

Nun haben die internationale Gemeinschaft und die USA eine Reihe von diplomatischen, finanziellen und militärischen Optionen. Doch die USA werden, so Rhodes, ihre Entscheidung stets entlang ihrer eigenen nationalen Interessen treffen. Zudem werde sich die Obama-Regierung an ihrem eigenen Zeitplan orientieren.

Die seit März 2011 andauernden Unruhen in Syrien haben bis Ende April 2013 mindestens 93.000 Menschen das Leben gekostet. Das gaben die Vereinten Nationen bekannt (mehr hier).

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