Heftige Regenfälle in Istanbul: Drohen der Millionenstadt schwere Überflutungen?

Heftige Regenfälle in den frühen Morgenstunden haben das Leben in Istanbul an diesem Freitag fast zum Stillstand gebracht. Feuerwehrleute und Sanitäter hatten alle Hände voll zu tun, um den Einwohnern angesichts heftiger Überschwemmungen zur Seite zu stehen.

Die Bilder, die die türkische Tageszeitung Hürriyet an diesem Freitag veröffentlicht, lassen nichts Gutes erahnen: Knietief stehen Fahrzeuge unter einer Brücke im Wasser. Die Polizei muss den Verkehr regeln. Heftige Regenfälle haben am Morgen die Millionenstadt Istanbul erschüttert. Nicht nur Autos blieben in überschwemmten Straßen liegen, auch Menschen bangten um ihr Wohl. So mussten eine Mutter und ihre drei Kinder gleich mehrere Stunden ausharren, bis es der Feuerwehr gelang, ihren Truck in der Nähe von Fatih aus dem Wasser zu ziehen.

„Istanbuls Tunnel waren wegen der Überschwemmungen gesperrt“, berichtet das Blatt. Fahrer und Schaulustige hätten gemeinsam versucht, die Fahrzeuge herauszumanövrieren, um den Wassermassen zu entkommen.

Auch in anderen türkischen Städten, insbesondere in Edirne und Manisa, hätten die Anwohner mit heftigen Regenfällen zu kämpfen gehabt. Wie der türkische Wetterdienst mitteilt, ist ein Ende jedoch nicht in Sicht. Für das ganze Wochenende werden in Istanbul und in der Marmara-Region Regenfälle erwartet. Die Behörden haben die Bürger bereits vor möglichen Überschwemmungen, weiteren Gewittern und starken Winden gewarnt. Erst im vergangenen Sommer hatte sich in Samsun eine schwere Flutkatastrophe ereignet (mehr hier), die mehrere Menschenleben forderte (mehr hier).

Nicht abhalten konnten die heftigen Regenfälle übrigens einen Piano-Spieler am Taksim Platz:

Unterdessen ziehen sich in Deutschland die Wassermassen langsam wieder zurück. Teils können die Menschen schon wieder in ihre Häuser zurück. Die Sorge gilt vielerorts nun den Deichen. Sie sind stark aufgeweicht und drohen zu brechen. Noch immer gilt in einigen Gegenden Katastrophenalarm.

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