US-Hilfen: Syrische Rebellen fordern schwere Waffen

Offenbar misstrauen die syrischen Rebellen den amerikanischen Zusicherungen für Waffenlieferungen. Washington habe schon mehrmals seine Versprechungen nicht eingehalten. Zudem seien Kleinwaffen ohnehin nutzlos. Was sie bräuchten seien schwere Waffen.

„Mit leichten und kleinen Waffen können wir nichts anfangen. Wir brauchen Panzerfäuste, Flugabwehrwaffen, Panzerfahrzeuge und Militärtraining“, sagt Louay al-Mokdad, ein hochrangiger Sprecher der Freien Syrischen Armee (FSA). Zudem fordert er die Einrichtung einer Flugverbotszone in Syrien.

Rebellen misstrauen USA

Das Mitglied des Militärischen Rebellenrats von Damaskus zeigt sich weitaus pessimistischer mit den US-Zusagen für Waffenlieferungen. „Ehrlich gesagt, haben wir jede Hoffnung verloren. Sie haben uns viel versprochen und nichts davon eingehalten“, zitiert die Washington Post Mosab Abu Qutada.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hingegen ist ein entschiedener Gegner von Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen. Aber auch Waffenlieferungen an die syrische Regierung seien falsch. „Es gibt keine militärische Lösung des Konflikts. Einzig und allein eine politische Lösung kann den Frieden nachhaltig sichern“, so der UN-Generalsekretär.

Chemiewaffen-Einsatz bestätigt

Zuvor hatte die Obama-Administration gesagt, dass die syrische Regierung C-Waffen gegen syrische Rebellen eingesetzt haben soll.

„Unsere Nachrichtendienste haben eine eingehende Prüfung durchgeführt. Wir sind zu dem Ergebnis gelangt, dass die syrische Armee im vergangenen Jahr geringe Mengen an chemischen Kampfstoffen wie das Giftgas Sarin mehrfach verwendet hat“, sagt der stellvertretende Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, Ben Rhodes (mehr hier). Deshalb werde die USA die syrischen Rebellen erstmals offiziell mit Kleinwaffen beliefern.

Mehr zum Thema:

UN: Unruhen in Syrien fordern mindestens 93.000 Menschenleben
Zum Bersten ausgelastet: Mehr als 200.000 syrische Flüchtlinge in der Türkei
Erdoğan in Algerien:„Assad soll auf sein Volk hören“

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.