Exzessiver Einsatz: Türkische Polizei braucht dringend Nachschub an Tränengasdosen

Nicht nur Leib und Leben haben während der anhaltenden Proteste in der Türkei gelitten. Auch die Materialschlacht war immens. Die türkische Polizei muss nun offenbar nachbestellen. Schon jetzt sei das 2013 gekaufte Tränengas-Dosen-Kontingent nahezu aufgebraucht.

Die türkische Polizei plant offenbar 100.000 Tränengas-Dosen und 60 neue Fahrzeuge zu bestellen. Grund hierfür soll der übermäßige Einsatz von Tränengas-Dosen, etwa 130.000 in den vergangenen 20 Tagen, sein. Mittlerweile hätten die Proteste, die sich bereits über 77 türkische Provinzen ausgebreitet haben, das Polizeikontingent derart schrumpfen lassen, dass man die eigentlich im Jahr 2013 gekaufte Menge von 150.000 Dosen schon fast aufgebraucht habe.

Fahrzeuge haben durch Proteste Schaden genommen

Zu dieser neuerlichen Großbestellung, so berichtet die türkische Hürriyet, kämen zudem 60 neue Wasserwerfer-Fahrzeuge, 45 so genannte TOMAs und 15 Shortlands hinzu. Neue TOMAs und Shortlands müssten angeschafft werden, da die Fahrzeuge im Zuge der Proteste teils erheblichen Schaden genommen hätten. In der vergangenen Nacht kam es erneut zu Zusammenstößen (mehr hier).

Die Abteilung für Bereitstellung und Wartung, die die Ausschreibung organisiere, plane, die Patronen und gepanzerten Fahrzeuge über den diskretionären Fonds des Ministerpräsidenten zu kaufen, für den Fall dass das Finanzministerium negativ auf ein neues Budget reagieren sollte.

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