Gezi Park Proteste: EU kritisiert Selbstzensur türkischer Medien

Die türkischen Massenmedien haben sich im Zuge der landesweiten Proteste einer Selbstzensur unterzogen. Das jedenfalls meint EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle. Deshalb sei die Pressefreiheit ein wichtiges Kriterium für den EU-Beitritt der Türkei.

Die Presse- und Meinungsfreiheit sind zwei wichtige Bestandteile des EU-Beitrittprozesses. Das Wegschauen der türkischen Massenmedien im Zuge der Massenproteste in der Türkei habe dies bestätigt, so EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle.

Die internationale Öffentlichkeit habe mitbekommen, wie türkische Medien sich einer Selbstzensur unterworfen hatten. „Es liegt auf der Hand, dass Reporter sich dafür entschieden haben, nicht über die Ausschreitungen zu berichten, um einer Ausgrenzung zu entgehen“, zitiert die Hürriyet Füle.

In Brüssel wollen die Botschafter der EU-Länder am kommenden Mittwoch darüber beraten, ob in den 2005 gestarteten Beitrittsverhandlungen mit der Türkei das EU-Kapitel zur Regionalpolitik eröffnet werden soll. Insbesondere Deutschland und die Niederlande stemmen sich gegen die anstehende Eröffnung des Kapitels.

Doch die Türkei stört das nicht. Kürzlich ließen türkische Diplomaten vermelden, dass sich die Türkei auch eine Zukunft ohne die EU vorstellen kann (mehr hier).

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