Türkei und USA: Gemeinsame Waffenlieferungen an Freie Syrische Armee

Washington und Ankara verstärken ihre Zusammenarbeit, um die Freie Syrische Armee (FSA) militärisch zu unterstützen und aufzubauen. Doch es besteht die Gefahr, dass laufende und geplante Waffenlieferungen in die Hände von Al-Qaida fallen.

Die Kursänderung der USA in der Syrien-Krise hat zu einer Intensivierung der Kooperation zwischen Washington und Ankara geführt. Im Vordergrund der Zusammenarbeit stehen große Waffenlieferungen an die Freie Syrische Armee (FSA). „Seit dem Kurswechsel der USA sind insgesamt 73 hochrangige syrische Militärs zu uns übergelaufen“, zitiert die Hürriyet einen Sprecher des türkischen Außenministeriums. Assad dürfe keinerlei Hoffnung auf einen militärischen Sieg haben.

Zuvor hatte die FSA ihren Unmut über „immer wieder nicht eingehaltene US-Versprechen“ geäußert. So auch das Mitglied des Militärischen Rebellenrats von Damaskus. „Ehrlich gesagt, haben wir jede Hoffnung verloren. Sie haben uns viel versprochen und nichts davon eingehalten“, zitiert die Washington Post Mosab Abu Qutada.

Al-Qaida profitiert von Waffenlieferungen

Soner Çağaptay, Direktor eines US-Think Tanks, warnt vor einer Verschärfung des Konflikts um Syrien. Die Türkei stecke ohnehin tief drin im Konflikt (mehr hier). „In der derzeitigen Phase muss die Türkei auf den Sturz des Assad Regimes setzen. Aus der Sicht Ankaras ist das eher eine Herausforderung, als ein Vorteil. Denn je länger der Konflikt dauert, desto wahrscheinlicher wird ein Überschwappen des Konflikts auf die Türkei“, sagte Çağaptay im Gespräch mit den DTN.

Waffenlieferungen an die FSA sieht er kritisch. Denn von der logistischen Unterstützung an die bewaffnete Opposition profitiere auch die radikal-islamistische al-Nusra Front. Die werde immer stärker innerhalb der Anti-Assad-Kräfte. Es bestehe die Gefahr, dass jene Al-Qaida Gruppen auch bald die Türkei bedrohen könnten (mehr hier).

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