Türkische Startups: Syrer gehören zu den Top-Investoren 2013

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2013 gehörten syrische Geldgeber zu den Top-Investoren in türkische Startups. In Syrien ansässige Unternehmen haben in mehr als 200 neu gegründete Unternehmen investiert. Das geht aus Daten des türkischen Dachverbands der Handelskammern (TOBB) hervor.

Zwischen Januar und Mai dieses Jahres wurden in der Türkei 1672 Unternehmen mit Hilfe ausländischen Kapitals gegründet. 206 von ihnen wurden von in Syrien ansässigen Betrieben entweder direkt oder in Form von Partnerschaften ins Leben gerufen.

Deutsche und Iraner investieren kräftig in der Türkei

Auf Position zwei der Investoren folgen in diesem Zeitraum deutsche Unternehmen. Sie haben Anteil an der Gründung von 169 Firmen in der Türkei. Iranische Unternehmen landen hier auf Rang drei mit 132 Beteiligungen. Gut 75 Prozent des Kapitals dieser mit ausländischer Hilfe gegründeten Unternehmungen würde, so berichtet die türkische Zeitung Hürriyet, von den ausländischen Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Insgesamt seien in den ersten fünf Monaten 2013  21.700 Unternehmen in der Türkei gegründet worden. Das sind rund 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Unternehmen und Genossenschaften haben sich, und das überrascht nicht, vor allem im Finanz- und Industriezentrum des Landes, in Istanbul niedergelassen. Gut 40 Prozent aller Gründungen entfielen demnach auf die Bosporus-Metropole. 12,3 Prozent zogen die Hauptstadt Ankara vor. Nach Izmir ging es für immerhin sechs Prozent. Auch im Ausland lebende Türken seien unternehmerisch aktiv gewesen. Sie hätten 166 Unternehmen an den Start gebracht.

Bereits 2012 Suche nach Investitionsmöglichkeiten

Dass auch 2013 kräftig von syrischer Seite investiert wird, überrascht unterdessen ebensowenig. Bereits 2012 haben syrische Unternehmen 218 Prozent mehr Kapital in der türkischen Metropole Istanbul investiert als noch im Jahr zuvor. Das berichtete die Istanbuler Handelskammer (İTO) bereits im August vergangenen Jahres. Nicht wenige, würden in Anbetracht der brisanten Lage nach Investitionsmöglichkeiten in Istanbul Ausschau halten. Damals hatte sich die  Zahl der mit syrischen Geldern gegründeten Unternehmen in Istanbul von 28 auf 89 in den ersten sieben Monaten des Jahres 2012 erhöht. Ganz oben auf der Liste der syrischen Neugründungen am Bosporus standen Beratungsunternehmen. Ihnen folgten die Sektoren Tourismus und Unterkunft, Kunststoffe, Transport sowie Textilien und Lebensmittel-Unternehmen (mehr hier).

Derzeit bietet die Türkei Zuflucht für mehr als 200.000 syrische Flüchtlinge (mehr hier).

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