Russischer Geo-Stratege: Zerfall der Türkei in zehn Jahren

Wird die Türkei zerfallen, wenn sie mit den USA weiter zusammenarbeitet? Ja, meint der russische Politologe Alexander Dugin. Denn Ankaras außenpolitische Linie gefährde nicht nur die Region, sondern vor allem die eigene territoriale Integrität. Schon in zehn Jahren könnte es vorbei sein mit der Türkei.

Die Meinungen über die Zukunft der Türkei gehen weit auseinander. Für die einen befindet sich das Land an der Schwelle vom Nationalstaat zur Großmacht und für die anderen steht sie kurz vor der territorialen Spaltung. Der russische Geo-Stratege Alexander Geljewitsch Dugin ist der Ansicht, dass die Türkei unter den derzeitigen politischen Rahmenbedingungen in den kommenden zehn Jahren zerfallen könnte.

Ende der Türkei: Bürgerkrieg und Kurdenstaat

Die aktuelle regionale Zusammenarbeit der AKP-Regierung mit den USA berge eine Reihe von Gefahren für die Türkei. Die negativen Auswirkungen der türkischen Regionalpolitik auf das eigene Territorium seien unübersehbar. Je länger die Kooperation mit den USA dauere, desto wahrscheinlicher wird der Zerfall der Türkei. Ein Kurdenstaat und ein Bürgerkrieg stünden am Ende der aktuellen Entwicklung.

Zudem sei der Kreml weiterhin unzufrieden mit Erdoğans Haltung im Syrien-Konflikt. „Der russische Staat ist sehr unglücklich mit Erdoğans derzeitiger Außenpolitik. Wenn er mit seiner aktuellen Syrien-Politik fortfährt, werden die Beziehungen weiter abkühlen“, sagt Dugin im Gespräch mit Ulusal Kanal.

Russland lässt seinem Verbündeten Syrien weiterhin massive militärische Hilfen zukommen. Etwa zehn Kampfflugzeuge vom Typ Mig-29MM2 sollen schon bald in Syrien ankommen (mehr hier). Zuvor hatte Russland eine erste Lieferung des russischen Flugabwehrraketen-Systems S-300 an Syrien übersandt (mehr hier).

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