Erfolg in der zweiten Runde: Türkei wird Ratsmitglied der FAO

Die Türkei wurde zum Ratsmitglied der in Rom ansässigen Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gewählt. Das Land wertet die Entscheidung als Zeichen des internationalen Vertrauens in die Türkei.

Die Türkei wurde im Zuge der 38. Generalkonferenz der FAO zum Ratsmitglied der Organisation ernannt. Diese Mitgliedschaft gilt nun in der Zeit von Juli 2013 bis Juli 2016. Für die Türkei wurde sich in der zweiten Wahlrunde vor Ungarn und der zyprisch-griechischen Administration mit 116 Stimmen von insgesamt 155 Mitgliedsländern ausgesprochen. Russland erhielt den Zuschlag in der ersten Runde mit 142 von 162 Stimmen.

Die türkische Botschaft in Rom bedankte sich für die Mitgliedschaft in der größten Sonder­organi­sation der Vereinten Nationen, die dank der Unterstützung der lateinamerikanischen, afrikanischen, nahöstlichen und asiatischen Länder sowie einiger EU-Länder zustande gekommen sei.

„Die FAO-Wahlen bestätigten das internationale Vertrauen in die Türkei“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet die Erklärung der Botschaft. Die jetzige Mitgliedschaft sei das Ergebnis der intensiven Lobbyarbeit in Italien und der multilateralen Diplomatie der Türkei sowie ihrer internationalen Rolle samt der Bemühungen im Bereich der Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Entwicklung, Landwirtschaft, Prävention vor Hungersnöten und der ländlichen Entwicklung. Umgekehrt gab es von der FAO bereits Geld für die syrischen Flüchtlinge in der Türkei (mehr hier). Ihr gehören gegenwärtig 191 Staaten und die Europäische Union an.

Die Welternährungsorganisation will nicht nur einen Beitrag zu höherem Lebens­stan­dard, einer besseren Ernäh­rung und zur Über­win­dung von Hunger und Unter­ernäh­rung leisten, die Türkei engagiert sich vor allem in Somalia (mehr hier), sondern darüber hinaus auch zur Ver­bes­se­rung der Erzeu­gung und Vertei­lung von Agrar­erzeug­nissen beitragen. Insgesamt sollen günstige Lebens­verhält­nisse für die länd­liche Bevöl­kerung geschaffen und die welt­wirtschaft­liche Ent­wick­lung gefördert werden. Der reguläre Zwei­jahres­haus­halt der FAO 2012/2013, informiert das BMZ, betrage eine Milliar­de US-Dollar. Deutsch­land sei nach den USA und Japan dritt­größter Beitrags­zahler. Hinzu kämen im gleichen Zeit­raum frei­willige Beiträge von voraus­sicht­lich mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar.

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