Ziel „Öffentlich-Rechtliche“: Neue Sendung „Mein Vorbild“ startet auf Facebook und YouTube

Integration ist ein Querschnittsthema und geht jeden an, so die Meinung von Hamed Chaudhry. Der junge Abiturient indischer Abstammung, hat sich in ganz Deutschland auf die Suche nach bekannten Persönlichkeiten gemacht, um mit ihnen über das Thema zu sprechen. Dabei herausgekommen ist die Sendung „Mein Vorbild“, die schon in Kürze im Netz zu sehen sein wird.

Für Hamed Chaudhry stellt sich derzeit nur eine Frage:  Wer ist ein „Vorbild“? Der junge Abiturient, dessen Eltern vor mehr als 30 Jahren von Indien nach Deutschland kamen, steckt im Augenblick mitten in den Vorbereitungen zu einem spannenden Internet-Projekt, das schon in Kürze auf Facebook und Youtube zu sehen sein wird. Der 20-Jährige aus Jagel will der Netzgemeinde echte Persönlichkeiten, zum Beispiel aus „Kultur, Sport & Gesellschaft“, vorstellen. Eines Tages, so das ambitionierte Ziel, soll die Sendung „Mein Vorbild“, die er mit Freunden und Bekannten realisiert, auch in den Öffentlich-Rechtlichen landen.

„Prominente Musterbeispiele für Integration“

Über Facebook können die User seit 10. Juni dieses Jahres erfahren, was sich hinter dem sinnschwangeren Projektnamen verbirgt. In zunächst zehn Sendungen will Hamed im Internet „prominente Musterbeispiele für Integration“ präsentieren. Auf seinen Reisen quer durch Deutschland konnte er hierfür unter anderem den HSV-Spieler mit türkischen Wurzeln, Tolgay Arslan, sowie RTL-Chefmoderator Peter Kloeppel gewinnen. Seine Gesprächspartner, so schildert er dem Flensburger Tagblatt, würden dann „in jeweils einer Sendung über ihre aktuelle Situation, aber auch über ihre Vergangenheit, über mögliche Schwierigkeiten und Vorurteile, mit denen sie kämpfen mussten, und über ihr ,Ankommen’ in dieser Gesellschaft“ sprechen (mehr hier).

Die Intention dahinter: Für die heranwachsende Generation sollen diese Persönlichkeiten ein „Leitfaden“ sein, aber auch „Orientierung in der täglichen Konfrontation mit der Integrationsthematik bieten“ (mehr hier). Bewusst möchten sich die Macher von der als dramatisierend wahrgenommenen Berichterstattung der großen Medienhäuser abheben. Hierzu erklärt er auf Facebook:

„Integration ist ein Querschnittsthema und tritt zunehmend in die Mitte der Gesellschaft. Heute leben fast 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Somit betrifft dieses Thema jeden – unabhängig von Alter, Beruf oder Herkunft. Den uns aus den Medien bekannten Negativbeispielen der Intergration möchten wir Musterbeispiele für integrierte und engagierte Menschen präsentieren, die uns allen als Vorbild dienen können.“

Er selbst möchte mit seinem Beispiel vorangehen. Später sollen dann auch Menschen mit Handicap oder sozial Schwache zu Wort kommen.

Hamed erhält  unter anderem dem „Com.mit Award“

Doch nicht nur die Regionalpresse ist bereits auf den jungen Mann aufmerksam geworden. Hamed ist in einschlägigen Kreisen schon längst kein Unbekannter mehr. Bereits 2011 konnte er mit seinem Kurzfilm „Ankerwurf im Hafen Deutschland“ überzeugen und den dritten Platz beim „Com.mit Award“ (RTL) abstauben. Wenige Monate später dann der nächste Erfolg. Er erhielt den Integrationspreis des Landes Schleswig-Holstein. Der Höhepunkt kam dann jedoch im Dezember 2011, als der junge Mann eine waschechte Journalistenauszeichnung erhielt, den „KAUSA Medienpreis“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Nun stehen also neue Herausforderungen an. Die erste Episode von „Mein Vorbild“ soll schon im kommenden Juli zu sehen sein.

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