Olympia 2020: IOC hat noch immer kleinen klaren Favoriten

Bereits Anfang September entscheidet sich, wer den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2020 erhält. Noch stehen Istanbul, Tokio und Madrid zur Auswahl. Bisher scheint jedoch keiner der Kandidaten die Nase vorn zu haben. Das offenbart ein Bericht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Ein aktueller Bericht des Internationalen Olympische Komitees (IOC) über die drei verbliebenen Kandidaten für die Austragung der Olympischen Spiele 2020 stellt heraus, dass alle drei Bieter bisher gleich auf sind. Istanbul, Tokio oder Istanbul, in der Schlussphase des Rennens gibt es offenbar immer noch keinen klaren Favoriten.

Bereits am 7. September soll die Entscheidung in Buenos Aires fallen. Im Vorfeld waren nun alle drei Städte von einer IOC-Delegation besucht und näher unter die Lupe genommen worden (mehr hier). Am vergangenen Dienstag, so berichtet die türkische Hürriyet, erschien nun die Auswertung.

Istanbul auf Augenhöhe mit Tokio und Madrid

Istanbuls Konzept und Masterplan, so heißt es, halte die Waage zwischen Kompaktheit, logistischem Nutzen und einer kreativen Verteilung von Standorten über die gesamte Stadt. Bestätigt wurde der Metropole demnach auch, dass man sich bei seinen Plänen am langfristigen Bedarf der Stadt orientiert habe. Ebenso sei man davon überzeugt, dass man angesichts der vollen Unterstützung der Regierung und der bewährten Erfolgsbilanz der TOKİ alle Anlagen rechtzeitig und in Einklang mit den internationalen Standards, die auch an diese Spiele gestellt würden, fertig bekäme.

Auch Hasan Arat,Chef des türkischen Bewerbungskommitees, zeigte sich erfreut über die Einschätzung des IOC. Nun wisse man zumindest, dass man mit den beiden anderen Kandidaten auf Augenhöhe sei.

Dem IOC zufolge sei die desolate spanische Wirtschaftslage kein Hinderniss für Madrid. Ebenso wenig beeinflusse die Sicherheitslage in der Türkei die Chancen Istanbuls. Auch der geringe Rückhalt in der japanischen Bevölkerung sei für Tokio nicht nachteilig, den dem stehe eine solide Geld-und Finanzkraft gegenüber.

Proteste in der Türkei Thema in Lausanne

Bereits am 3. und 4. Juli steht das nächste wichtige Treffen in Lausanne an. Dann werden sich die Partnerstädte noch einmal vor dem IOC präsentieren. Istanbul bewirbt sich bereits zum fünften Mal. Verfasst wurde der Bericht, so die Zeitung, vor dem Ausbruch der landesweiten Proteste in der Türkei (mehr hier). Das Thema Sicherheit beziehe sich auf die Situation im benachbarten Syrien und die PKK. Die seit gut vier Wochen andauernden Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten sollen jedoch in Lausanne Gesprächsthema werden.

Hier geht es zum IOC-Report.

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