Subventionen aus Ankara: Malatya produziert 40.000 Tonnen Bio-Produkte

Die türkische Regierung versucht die Bio-Produktion in der Türkei anzukurbeln. Dazu werden millionenschwere Subventionen bereitgestellt. Neben den Bauern profitiert auch die Industrie. Die türkische Ernährungswirtschaft bietet Unternehmern große Möglichkeiten.

Die türkische Region Malatya möchte eine Vorreiterrolle in der Bio-Produktion übernehmen und hat im vergangenen Jahr insgesamt 40.000 Tonnen an Bio-Produkten produzieren können. Dazu wurden insgesamt 487 Produzenten mit insgesamt 967.633 Lira (384,540 Euro) subventioniert.

Bio-Neuling Türkei

„Die Bio-Produktion in unserem Land hat erst 2005 begonnen. Ab 2008 wurden erstmals staatliche Subventionen bereitgestellt. Seit 2012 werden die Bio-Tierhaltung und Bio-Honigproduktion zur Häfte staatlich subventioniert. Davon haben auch die Bio-Produzenten in Malatya profitiert. Hinzu kommt, dass die Ziraat Bank den Produzenten Kredite mit niedrigen Zinsen zur Verfügung stellt“, zitiert die IHA den Direktor des Landwirtschaftsministeriums der Provinz Malatya, Ali Selvi, der an der diesjährigen Bio-Konferenz in Malatya teilnahm.

Deutsch-türkische Zusammenarbeit

Der weltweite Marktanteil an der Bio-Branche befände sich in einem rasanten Wachstumsprozess. Die Türkei habe aufgrund ihres Klimas große Möglichkeiten ein wichtige Position einzunehmen. An dieser Stelle käme der deutsch-türkischen Kooperation eine wichtige Rolle zu. Die Koordination der derzeit aktiven „Arbeitsgruppe Deutsch-Türkische Zusammenarbeit Ökologische Landwirtschaft“ wird von der Präsidentin der IMOgroup AG, Elisabeth Rüegg, geleitet.

„Das Kooperationsprojekt verfolgt das Ziel, den ökologischen Landbau in der Türkei und die Exportmöglichkeiten von Bio-Produkten für den europäischen Markt bis Ende 2013 zu stärken“, heißt es in einer Broschüre der Arbeitsgruppe.

Çaykur-Tee soll komplett Bio werden

Zudem plant das türkische staatliche Unternehmen Çaykur seine gesamte Teeproduktion bis 2023 auf eine biologische Herstellung umzustellen (mehr hier). 2013 soll die ökologische Anbaufläche auf 9.400 Hektar ausgebaut werden. Der Anteil der ökologischen Anbaufläche liege aktuell bei zehn Prozent des Gesamtanteils, sagte Çaykur-Chef İmdat Sütlüoğlu im Gespräch mit den DTN.

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