„Regelmäßige Kontakte“: Erdoğan und Putin wollen Einigung in Syrien-Frage erzielen

Der Syrien-Konflikt ist nach wie vor ein Streitpunkt zwischen Moskau und Ankara. Im Gespräch halten Putin und Erdoğan ihre wahre Meinung zurück und setzen stattdessen auf ruhigere Töne. Wirkliche Ergebnisse können sie allerdings nicht vorweisen.

Bei einem Gespräch zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem türkischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan soll in Sachen Syrien eine Einigung erzielt worden sein. So stellen es die beiden Ländern jedenfalls dar. Das Ergebnis ist allerdings lediglich ein geplanter reger Kontakt zum Thema.

„Beide Seiten haben unterstrichen, ihre Schritte im Syrien-Konflikt einer gegenseitigen Koordination zu unterstellen. Das Ziel der Koordination ist eine politische Lösung für die Krise“, heißt es in einer Mitteilung des Kreml. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt einen „regelmäßigen Kontakt“ aufrechtzuerhalten. Die Telefonkonferenz soll von der AKP-Regierung angestoßen worden sein.

Moskau unzufrieden mit Ankaras Syrien-Politik

Zuvor wurden Stimmen aus Moskau laut, welche die türkische Haltung in der Syrien-Krise scharf kritisierten. „Der russische Staat ist sehr unglücklich mit Erdoğans derzeitiger Außenpolitik. Wenn er mit seiner aktuellen Syrien-Politik fortfährt, werden die Beziehungen weiter abkühlen“, sagte der russische Geo-Stratege Alexander Dugin. Doch Dugin geht weiter und sagt, dass die Türkei bei der aktuellen außenpolitischen Haltung in zehn Jahren zerfallen könnte (mehr hier).

Bisher hatte die Türkei vor allem einen militärischen Eingriff durch die USA gefordert. Offenbar hat die türkische Regierung gemerkt, dass Russland von seiner Unterstützung des Assad-Regimes nicht ablassen werde und sucht nun den Dialog. Denn Moskau lässt Damaskus weiterhin massive militärische Hilfen zukommen. Etwa zehn Kampfflugzeuge vom Typ Mig-29MM2 sollen schon bald in Syrien ankommen (mehr hier). Zuvor hatte Russland eine erste Lieferung des russischen Flugabwehrraketen-Systems S-300 an Syrien geliefert (mehr hier).

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