Einbußen durch Proteste: Türkischer Einzelhandel hofft auf Ramadan-Aufschwung

Vom 9. Juli und bis 7. August 2013 feiern Muslime weltweit den heiligen Fastenmonat Ramadan. Diese Zeit soll dann auch den Einzelhandel des Landes wieder ankurbeln. Durch die Proteste hatten die Lebensmittelketten teils heftige Einbußen hinzunehmen.

Nur noch wenige Tage, dann beginnt der heilige Fastenmonat Ramadan. Schon jetzt stecken die Lebensmittelketten mitten in den Vorbereitungen und kündigen an, dass die Preise für grundlegende Produkte, wie Hülsenfrüchte, Mehl und Zucker, in dieser Saison nicht steigen würden. Auch bei Fleisch und getrockneten Produkten werde kein Anstieg erwartet. Um 20 Prozent, so die bisherigen Prognosen, könnten die Umsätze während der Fastenzeit nach oben schnellen.

Konsumanstieg im Ramadan erwartet

Und einen solchen Zuwachs könnten die Ketten durchaus gebrauchen. Denn die seit gut vier Wochen brodelnden Unruhen im Land haben auch den Einzelhandel schwer getroffen. Um ganze 15 Prozent, so berichtet die türkische Zeitung Sabah, seien die Verkaufszahlen eingebrochen. Auch die Istanbuler Hoteliers stehen vor Millionen-Verlusten (mehr hier).

Dass es nun jedoch wieder nach oben gehe, würden bereits die Umsatzzahlen dieser Woche verdeutlichen. Weiter angeschoben werden soll diese Entwicklung durch entsprechende Werbemaßnahme, so Nurullah Öztürk, CEO von Hatipoğlu. „Die Gezi-Proteste haben alle Ketten getroffen. Nur Ramadan gibt uns Hoffnung“, so der Brancheninsider.

Traditionell wird zum abendlichen Iftar groß aufgetischt. Nach einer ersten kleinen Stärkung mit Wasser, Milch oder Datteln, wird meist in großer Runde getafelt und aufwendige Speisen gereicht.

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