Russlands Stützpunkte in Syrien: Zivilisten ersetzen Militärpersonal

Russland soll sein Militärpersonal in Syrien durch ziviles Personal ersetzt haben. Das gelte auch für den Marinestützpunkt in der Hafenstadt Tartus. Ein Abweichen Moskaus von der Seite des syrischen Präsidenten Assad ist nicht zu erwarten. Die russische Regierung hat Saudi Arabien erstmals Unterstützung und Bewaffnung von Terroristen in Syrien vorgeworfen.

Russland soll sein gesamtes Militärpersonal und Diplomaten aus Syrien abgezogen haben. Selbst das Personal im strategisch wichtigen Marinestützpunkt in der Hafenstadt Tartus sei nicht mehr mit Soldaten besetzt. An ihre Stelle seien Zivilisten getreten.

Moskau wolle durch diesen Schritt verhindern, dass die internationale Gemeinschaft negativ auf mögliche Aktionen russischer Soldaten im Syrien-Konflikt reagiert.

Somit habe der Abzug auch einen präventiven Charakter. „Im Moment haben wir keinerlei Personal mehr in Syrien, welches dem Verteidigungsministerium untersteht“, zitiert RT den russischen Vize-Außenminister Mikhail Bogdanov.

Saudis finanzieren Terror in Syrien

Eine nachhaltige Änderung der Haltung Moskaus im Syrien-Konflikt, ist nicht zu erwarten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Saudi Arabien die „Finanzierung“ und  „Bewaffnung internationaler Terroristen und extremistischer Gruppierungen“ in Syrien vorgeworfen. Zuvor beschuldigte Saudi Arabien die russische Führung mit der „uneingeschränkten Unterstützung von Massenmorden in Syrien“, berichtet RIA Novosti. Damit unterstrich Lawrow die russische Solidarität mit der syrischen Regierung.

Moskau lässt Damaskus weiterhin massive militärische Hilfen zukommen. Etwa zehn Kampfflugzeuge vom Typ Mig-29MM2 sollen schon bald in Syrien ankommen (mehr hier). Zuvor hatte Russland eine erste Lieferung des russischen Flugabwehrraketen-Systems S-300 an Syrien geliefert (mehr hier).

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