Ägypten: 200.000 protestieren gegen Mursi

In Ägypten ist es erneut zu Massenprotesten gegen Präsident Mohammed Mursi gekommen. Im Fokus der Kritik der säkularen Opposition steht die neue Verfassung des Landes. Diese habe zunehmend islamistische Elemente. Mursi und den Muslimbrüdern wird eine bewusste Unterwanderung der Gesellschaft und die Errichtung eines islamisch-autoritären Staats vorgeworfen.

Die Massenproteste gegen den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi sind in vollem Gange. Etwa 200.000 Menschen Regimegegner versammelten sich am Sonntagabend auf dem Tahrir-Platz in Kairo und fordern Mursis Rücktritt. Doch der hält an seinem Amt fest. Bei Ausschreitungen  zwischen Gegnern und Anhängern Mursis in der Stadt Beni Sueif, sind bisher 40 Personen verletzt und eine Person getötet worden, berichtet dradio.de.

Polarisierung der Gesellschaft

Die Demonstranten stammen zum größten Teil aus dem säkularen Lager. Sie befürchten die Errichtung eines autoritär regierten islamistischen Staats, der durchdrungen ist mit den Kadern der Muslimbrüder. Im vergangenen Jahr wurde eine islamistisch geprägte Verfassung per Volksabstimmung in Kraft gesetzt. Seitdem reißt die Kritik am ägyptischen Präsidenten nicht ab, berichtet Format.at. Mursi hat der säkularen Opposition eine Überarbeitung der Verfassung angeboten.

Acht Tote in den vergangenen Tagen

In den vergangenen Tagen sind bei Zusammenstößen zwischen Mursi-Anhängern und Oppositionellen acht Menschen getötet worden, berichtet Fox News. Mursi hingegen sei sich sicher, dass das ägyptische Militär nicht intervenieren werde – auch wenn das Land an den Rand der „Unregierbarkeit“ geraten sollte.

Mehr zum Thema:

Ausschreitungen in Ägypten: Mursi setzt Armee ein
Verschwendung in Ägypten: Eine Milliarde EU-Gelder versenkt
Eskalation in Ägypten: Büros der Muslimbrüderschaft in Brand gesteckt

 

 

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.