Gezi-Park Proteste in Türkei: BDP-Politiker fordert „gewaltsame Unterdrückung“

Sırrı Sakık, Kurdenpolitiker der BDP und Abgeordneter des türkischen Parlaments, fordert ein hartes Durchgreifen gegen die regierungskritischen Demonstranten in der Türkei. Er vermutet einen Putschversuch gegen die AKP. Das Ziel sei es den PKK-Friedensprozess zu untergraben.

Der für seine kurdisch-nationalistische Haltung bekannte BDP-Politiker Sırrı Sakık fordert eine „gewaltsame Unterdrückung“ der regierungskritischen Demonstrantionen. Die Proteste seien dazu missbraucht worden, den Friedensprozess zwischen der AKP und der PKK zu behindern.

Einige Kreise seien darauf aus, die AKP-Regierung zu stürzen. Denn jenen Kreisen fehle die Kraft, die AKP an der „Wahlurne zu besiegen“. Sie seien darauf aus, die Rahmenbedingungen für einen Militärputsch vorzubereiten, so Sakık. „Wir glauben, dass sich hinter ihren Forderungen eine böse Absicht versteckt“, zitiert die Milliyet den Kurdenpolitiker.

Gewaltsame Proteste

In der vergangenen Nacht ist es in der südtürkischen Küstenstadt Mersin erneut zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und etwa 500 Demonstranten gekommen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. 17 Personen – unter ihnen ein ranghoher Polizeibeamter und zwei Journalisten – sollen verletzt worden sein, berichtet die Hürriyet. Über die Anzahl der festgenommenen Demonstranten gibt es noch keine Angaben.

Im Verlauf der Massenproteste wurden nach Angaben der Kinderschutzstiftung Gündem Çocuk auch mindestens 294 Kinder festgenommen worden (mehr hier).

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