Demonstrieren gegen die UEFA: Jetzt gehen auch Fenerbahçe-Fans auf die Straße

Die Fans des Istanbuler Fußballclubs Fenerbahçe lassen sich die jüngste Entscheidung der UEFA nicht gefallen. Zwei Jahre darf der Verein international nicht mehr antreten. Während es der Club mit einer Berufung versuchen will, machen die Anhänger ihrem Unmut auf der Straße lautstark Luft.

Die jüngste Entscheidung der UEFA, den türkischen Fußballclub Fenerbahçe für die kommenden zwei Jahre nicht mehr international antreten zu lassen, hat am vergangenen Wochenende nun auch dessen Fans in Scharen auf die Straßen getrieben. Hunderte Anhänger, ausgestattet mit Trikots und Schals, versammelten sich auf der asiatischen Seite Istanbuls, um geschlossen gen Şükrü Saraçoğlu Stadion zu marschieren. Auf der Bağdat Avenue war das Gedränge groß.

In der vergangenen Woche hatte die UEFA ihr Urteil über Beşiktaş und Fenerbahçe verhängt. Während Beşiktaş für die kommende Spielsaison vom europäischen Wettbewerb ausgeschlossen wurde, traf es Fenerbahçe weitaus härter. Nachdem der Verein schon nach Bekanntgabe des Manipulationsskandals für die nächste Saison vom internationalen Wettberwerb ausgeschlossen wurde, bekamen sie nochmals 2+1 Jahre dazu. Demnach darf Fenerbahçe die nächsten zwei Jahre nicht mehr international antreten (mehr hier). In den kommenden fünf Jahren steht der Verein unter Bewährung.

Beide türkischen Vereine haben bereits angekündigt, gegen die UEFA-Entscheidung Berufung einzulegen. Das berichtet die türkische Hürriyet. Zuvor waren die Clubs sowie einige Führungskräfte in den aufsehenerregenden Spiele-Manipulationsskandal innerhalb der türkischen SüperLig involviert gewesen. Die Untersuchungen der Anschuldigungen, die sich auf die Saison 2010/2011 bezogen, begannen Anfang Juli 2011.

Manipulationsskandal: TFF gab Vereinen keine Schuld

Zahlreiche hochrangige Fenerbahçe-Vertreter, darunter auch Vorsitzender Aziz Yıldırım sowie Vize Şekip Mosturoğlu gerieten ins Visier der Ermittlungen. Ersterer war dann im Sommer 2012 für das Erstellen und Verwalten einer kriminellen Vereinigung sowie der Manipulation von mehreren Spielen zu insgesamt sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden (mehr hier). Schon im Mai zuvor hatte der Disziplinarschuss des TFF (PFDK) entschieden, dass die 16 fraglichen Mannschaften keine Manipulation begangen hätten und waren daher straffrei davon gekommen.

Werden die aktuellen Beschwerden der beiden Clubs tatsächlich abgelehnt, dann rückt Tabellen-Vierter Bursaspor auf den Platz von Fenerbahçe in der Champions League. Kayserispor wiederum würde anstelle von Beşiktaş in der Europa League antreten.

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