Türkei-Ges​chäft: Österreich​ische Post übernimmt 25 Prozent von Aras Kargo

Die Österreichische Post AG und ein Tochterunternehmen des Rail-Cargo-Austria-Konzerns (RCA) expandieren in den türkischen Markt. Die Türkei sei ein wichtiger Wirtschaftsstandort und werde sein Exportvolumen voraussichtlich bis zum Jahr 2023 verdreifachen.

Die Österreichische Post AG hat 25 Prozent der Anteile des türkischen Paketdienstleisters Aras Kargo Holding erworben. Die Kaufsumme belief sich auf 50 Millionen Euro. 20 Prozent der Anteile befanden sich vorher im Besitz der türkischen Gesellschaft Is Private Equity.

Zudem wurde eine Option zur Aufstockung des Anteils auf 75 Prozent vereinbart. Dann müsste die Österreichische Post AG noch weitere 50 Prozent der Anteile der Aras-Familie kaufen. Doch zunächst wird die Mehrheitsbeteiligung in Höhe von 75 Prozent in den Händen der Familie bleiben. Der Generaldirektor der Österreichischen Post, Georg Pölzl, sagte im Rahmen einer Mitteilung, dass sich der Kauf auszahlen werde.

„Durch diese Übernahme sind wir in den Zukunftsmarkt Türkei eingestiegen, dessen Paketmarkt enormes Wachstumspotential bietet. Aras Kargo verfügt als ein führender Logistikanbieter über einen ausgezeichneten ‚track record‘ am türkischen Paketmarkt, gepaart mit einem sehr hohen Servicelevel.“

Auch das Speditionsunternehmen Express-Interfracht, ein Tochterunternehmen des österreichischen Rail-Cargo-Austria-Konzerns (RCA), expandiert in den türkischen Markt. Zu diesem Zweck ist sie eine Kooperation mit dem türkischen Speditionsunternehmen Balo Büyük Anadolu Lojistik Organizasyonlar“, berichtet verkehrsrundschau.de.

„Die Türkei hat sich zum Ziel  gesetzt, bis 2023 das Exportvolumen zu verdreifachen und stellt damit die wichtigste aufstrebende Wirtschaftsmacht in Europa dar. Mit den neuen Verbindungen, die wir gemeinsam mit BALO anbieten wollen, kann auch der asiatische Raum optimal angebunden werden.“

Zudem sagte RCA-Vorstandsdirektor Erik  Regter in einer Mitteilung, dass die Kooperation die Schienentransporte zwischen der Türkei und Nordwest-Europa stärken werde.

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