Human Rights Watch: Türkei lässt syrische Flüchtlinge nicht ins Land

Nach Ansicht von Human Rights Watch (HRW) wehren sich die Türkei, Jordanien und der Irak, syrische Flüchtlinge in großem Ausmaß aufzunehmen. Die körperliche Unversehrtheit und das Leben der Flüchtlinge seien einem hohen Risiko ausgesetzt. Doch die syrischen Flüchtlinge entwickeln sich in der Türkei immer mehr zu einem Sicherheitsrisiko.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die Türkei, Jordanien und den Irak dazu aufgerufen, ihre Grenzen komplett für die Flüchtlings-Ströme aus Syrien zu öffnen. Derzeit betreiben jene Länder eine kontrollierte Flüchtlingsaufnahme.

„Zehntausende syrische Flüchtlinge wurden an den Grenzübergängen zum Irak, zu Jordanien und zur Türkei zurückgewiesen. Sie wurden damit einer Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt. Nur der Libanon lässt die Flüchtlinge ungehindert in sein Land“, heißt es in einer Mitteilung von HRW.

In der Türkei befänden sich aktuell 378.000 von der UN registrierte Flüchtlinge. Im Libanon konnten 550.000 Menschen Zuflucht finden und im Irak leben 158.000 Flüchtlinge.

Reibereien zwischen Syrern und Türken

Doch die syrischen Flüchtlingen in der Türkei werden immer mehr zu einem Sicherheitsproblem. Am vergangenen Samstagabend ist im syrischen Flüchtlingscamp in Telhamut ein Streit unter Bewohnern ausgebrochen. Als vier türkische Sicherheitskräfte in die Schlägerei eingriffen, zog einer der beteiligten Syrer ein Messer und stach im Gedränge auf die Beamten ein. Vier Beamte wurden verwundet. Zwei von ihnen befinden sich im kritischen Zustand (mehr hier).

Im vergangenen Mai haben syrische Rebellen, türkische Grenzpolizisten getötet, weil jene sie nicht über die Grenze lassen wollten. Die Atmosphäre zwischen den syrischen Flüchtlingen und den türkischen Einwohnern ist ebenfalls angespannt (mehr hier).

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