Studie: Mehrheit der Niederländer lehnen Muslime und Islam ab

Muslime haben in den Niederlanden einen schweren Stand. Sie sind bei der Mehrheitsbevölkerung unbeliebt, unwillkommen und doch sind sie überall. Eine neue Umfrage des Meinungsforschers Maurice de Hond zeigt, dass anti-muslimische Ressentiments auch im linken politischen Lager weit verbreitet sind.

In den Niederlanden sind Muslime und der Islam sehr populär. Ihre Unbeliebtheit geht durch alle politischen Lager.

Das geht aus einer Studie des Meinungsforschers Maurice de Hond hervor. Nur 26 Prozent der Befragten, die beim zurückliegenden nationalen Urnengang die Anti-Wilders-Partei D66 bevorzugt haben, sind der Auffassung, dass der Islam eine Bereicherung für ihr Land sei. 68 Prozent der Wähler der Sozialisten (SP) und der Sozialdemokraten (PvdA) sehen im Islam keine Bereicherung für die Niederlande, berichtet Migazin.

Jeweils 48 Prozent der PvdA- und SP-Wähler teilen die Ansicht, dass die Einwanderung von Muslimen gestoppt werden solle. Bei der Wilders-Partei (PVV) sind 100 Prozent der Wählerschaft gegen muslimische Migranten. 68 Prozent der D66 sich ebenfalls gegen muslimische Einwanderer. Über Zweidrittel aller Befragten lehnen den Moscheebau in den Niederlanden ab.

Abneigung gegen Muslime schon vor 9/11

Das Leben für Muslime wird in den Niederlanden immer schwieriger. Doch Diskriminierungen gegen Muslime haben in den Niederlanden nicht erst nach dem 11. September 2001 eingesetzt.

Die „Meldestellen für Vorfälle von Diskriminierung“ (ADB) registrierten schon in den Jahren zuvor zahlreiche Vorfälle von Diskriminierung. Niederländische Beamte und Polizisten wurden ebenfalls gemeldet, berichtet die FAZ.

Von der anti-muslimischen Entwicklung sind andere EU-Länder nicht ausgenommen. Seit 9/11 wurde in Großbritannien fast die Hälfte aller Moscheen attackiert (mehr hier).

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