150 Millionen Euro Investition: Toyota lässt Corolla in der Türkei vom Band laufen

Seit vergangenen Montag rollen in der Provinz Sakarya die neuen Toyota Corolla-Modelle vom Band. Zuvor hatte der japanische Autobauer 150 Millionen Euro in die türkische Anlage investiert. Bereits der Vorgänger wurde dort produziert. Die türkische Regierung hofft künftig jedoch auf Mehr.

Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie gab Toyota am vergangenen Montag in Sakarya den Startschuss für die Produktion des neuen Toyota Corolla. Möglich wurde das sieben Jahre nach dem Start des Vorgängermodells, durch eine 150 Millionen Euro Investition, die rund 900 neue Arbeitsplätze geschaffen hat und eine Produktionskapazität von 180.000 Fahrzeugen pro Jahr ermöglicht. Die geschätzten, jährlichen Exporteinnahmen für die Türkei werden sich künftig auf gut eine Milliarde Dollar belaufen.

Neben Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan, nahmen auch Technologieminister Nihat Ergün sowie Toyota-Chef Takeshi Uchiyamada an der Eröffnung teil. „Sakarya ist erneut die Heimat des Corolla. Mehr als je zuvor glaube ich an ein Wachstum von Toyota in der Türkei“, zitiert die türkische Zeitung Zaman Uchiyamada. Schon jetzt seien in Sakarya gut 1,3 Milliarden Fahrzeuge des Unternehmens vom Band gelaufen. Das hiesige Werk zeichne sich seiner Ansicht nach vor allem durch eine hochwertige Fertigung und seine fleißigen Mitarbeiter aus.

Türkei hofft auf neue Hybridfahrzeuge

Unterdessen forderten die türkischen Minister den Autobauer auf, ein Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum in der Türkei zu errichten, um dort Hybridfahrzeuge für den heimischen Markt zu produzieren. Der Wissenschafts- und Technologieforschungsrat der Türkei (TÜBITAK) hatte dazu bereits im vergangenen Sommer aufgerufen (mehr hier). Bisher produziert Toyota seine Corolla Verso und Auris-Modelle in der Türkei, um sie von dort in rund 30 verschiedene Länder, vor allem in Europa, zu exportieren. Vor der millionenschweren Investition lag die Kapazität des Werks bei 150.000 Fahrzeugen pro Jahr. Jetzt gilt die Anlage als eine der zehn größten Toyota-Produktionsstätten in Übersee. Honda setzt unterdessen auf die Motorradproduktion in der Türkei (mehr hier).

Erneute Rückrufaktion

Derweil hat Toyota mit der Qualität seiner Fahrzeuge zu kämpfen. Wegen möglicher Probleme mit der Lenkung werden derzeit 174.000 Autos weltweit zurückgerufen. Betroffen seien vor allem der Kleinwagen Yaris und der Verso-S. Bisher sind keine Unfälle oder Verletzte bekannt. Die letzte Rückrufaktion liegt erst wenige Wochen zurück. Erst Anfang Juni gab es Schwierigkeiten mit den Bremsen von  Hybrid-Fahrzeugen. Weltweit wurden damals mehr als 240.000 Autos zurückgerufen.

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