Unruhen in Ägypten: EU-Ministe​r Egemen Bağış nimmt Mursi in Schutz

Ägyptens Präsident Mohammed Mursi erhält Unterstützung aus Ankara. EU-Minister Egemen Bağış bezieht Stellung gegen die „Putschisten“. Mursi sei demokratisch gewählt worden. Keiner habe das Recht ihn gewaltsam abzusetzen.

Der umstrittene ägyptische Präsident Mursi erhält Unterstützung aus der Türkei. Egemen Bağış, türkischer Europaminister, lobt Mursis „Standhaftigkeit“ gegen alle Widerstände. Denn sogar die schlechteste Demokratie sei immer noch besser, als ein Militärputsch.

Es gebe große Unterschiede zwischen dem „blutrünstigen Diktator Mubarak“ und dem „demokratisch gewählten“ Präsidenten Mohammed Mursi. Schließlich seien rund zwei Drittel aller Ägypter auf der Seite des Präsidenten.

Gleich nach seiner Amtsübernahme habe er mehrere Reformen in die Wege geleitet. Seine Anstrengungen seien „lobenswert“. „Der ehrenwerte Mursi verdient die Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft. Wir stellen uns gegen jegliche Putschversuche. Auch in unserem Land sind die Zeiten der Putschisten vorbei“, zitiert die Hürriyet Bağış.

Ultimatum an Mursi ist abgelaufen

Doch die Lage in Ägypten spitzt sich weiter zu. Das ägyptische Militär hat in Kairo das Gebäude des Staatssenders Kanal 1 besetzt (mehr hier). General Abdel Fattah al-Sisi sagte am vergangenen Montag, dass die landesweiten Aufstände in Ägypten ein „beispielloser Ausdruck des Volkswillens“ seien.

Sollte die Regierung um Präsident Mohammed Mursi nicht binnen 48 Stunden den Forderungen des Volkes entsprochen haben, wolle das Militär einschreiten. Das Ultimatum ist mittlerweile abgelaufen (mehr hier).

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