Die Nächte des Ramadan: Berliner feiern Fest der Vielfalt

Bereits zum sechsten Mal versüßt Berlin den heiligen Fastenmonat Ramadan mit einem eigenen Kulturfest. In der Zeit vom 27. Juli bis zum 12. August laden Konzerte, Diskussionen, Gespräche und gemeinsame Iftar-Abende zum konfessionsübergreifenden Austausch. Das Ziel: „Einblicke in ganz unterschiedliche muslimisch geprägte Kulturen gewinnen“.

Am 9. Juli beginnt in diesem Jahr der heilige Fastenmonat Ramadan. Bis zum 7. August verzichten gläubige Muslime in dieser Zeit von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang unter anderem auf Speisen und Getränke. Nicht nur innerhalb der Familie und im Freundeskreis werden die Abende dann besonders zelebriert. In Berlin will man mit der Veranstaltungsreihe „Die Nächte des Ramadan – Fest der Vielfalt“ die Menschen kultur- und vor allem konfessionsübergreifend zusammenbringen.

Ramadan: Berliner Musiker stellen sich vor

Vom 27. Juli bis zum 12. August tut man es den zahlreichen Städten in der Welt gleich und wartet zum abendlichen Fastenbrechen ebenfalls mit einem kulturellen Programm auf. Im Rahmen der sechsten Ausgabe stehen die Zeichen diesmal vor allem auf Klang. „In diesem Jahr präsentieren (…) ausgewählte Berliner Musiker ihre unterschiedlichen kulturellen Prägungen – von Traditionen der Vergangenheit bis zu modernen, genre übergreifenden Experimenten“, so Programmleiterin Anna Mechelhoff von Piranha Kultur zum Konzept 2013.

In der Stadt mit dem größten muslimischen Bevölkerungsanteil in Deutschland gilt es ab Ende Juli, die Blicke schweifen zu lassen, Orte zu entdecken und kennen zu lernen und neben viel Musik vor allem mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Neu mit dabei sind diesmal das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, das türkische Theater Tiyatrom, das Kreativzentrum Urban Spree und die Şehitlik-Moschee am Columbiadamm.

Eröffnet wird der bunte Reigen 2013 von Momo Djender im Tiyatrom. Nach einem gemeinsamen Fastenbrechen lässt der aus Algerien stammende Künstler orientalische Musik- und Dichtkunst erklingen.

Es folgen Abende mit Archäologen auf Schatzsuche, Gespräche zu Syrien, gedanklichen Reisen in den Orient und echten Uraufführungen.

„Gemeinsames Fastenbrechen“ in Berlin

Während die Veranstaltungsreihe bereits im Kulturkalender der Berliner etabliert ist, hat sich im vergangenen Jahr übrigens auch eine echte Premiere abseits der Nächte des Ramdans ereignet. Unter dem Motto: „Gemeinsames Fastenbrechen“ fand erstmals ein deutsch-türkisches Iftar-Essen am Leopoldplatz in Berlin-Mitte statt. Unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke luden die Gastgeber Güler und Hüseyin Ünlü vom „Café Leo“ gemeinsam mit dem Bezirksamt Berlin-Mitte zum öffentlichen Fastenbrechen ein (mehr hier).

Hier geht’s zum Programm.

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