Ägypten: Militär inhaftiert 28 Mitarbeite​r von Al-Jazeera

Auch die Medien stehen im Fokus der neuen Machthaber Ägyptens. Die Sicherheitskräfte sollen 28 Mitarbeiter des Nachrichtensenders Al-Jazeera inhaftiert haben. Die Nichtregierungsorganisation (NGO) „Reporter ohne Grenzen“ fordert eine sofortige Einstellung der Übergriffe gegen Journalisten.

Die Verhaftungswelle in Ägypten greift weiter um sich. Auch Journalisten stehen im Fokus der Sicherheitskräfte. So wurden am Mittwoch 28 Mitarbeiter des arabischen Nachrichtensenders Al-Jazeera festgenommen.

Unter ihnen befinden sich auch der Geschäftsführer des Senders, Ayman Gaballah, und der Verantwortliche für den Bereich Rundfunktechnik, Ahmed Hassan, berichtet Al-Jazeera. Der Nachrichtenchef im arabischen Dienst von Al-Jazeera, Mustafa Souag, fordert die sofortige Freilassung der Inhaftierten.

„Journalisten sollten nicht für ihre Arbeit bestraft und eingeschüchtert werden. Ayman und Ahmed müssen sofort freigelassen werden. Die Öffentlichkeit wird es nicht hinnehmen, von den Ereignissen in Ägypten ausgeschlossen zu werden.“

Der Vorsitzende von „Reporter ohne Grenzen“, Christian Mihr, fordert in einer Mitteilung die sofortige Einstellung von Übergriffen gegen Medien. Es sei „eine traurige Ironie, wenn die Pressefreiheit zum ersten Opfer des Machtwechsels würde.“

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