Trotz Putsch und Verunsiche​rung: Türkische Unternehme​r bleiben in Ägypten

Türkische Unternehmen wollen in Ägypten bleiben. Ihre Aktivitäten auf dem ägyptischen Markt sind ungebrochen. Die türkische Industriekammer für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland (DEIK) sagt, dass Unternehmer aus der Türkei erfahren im Umgang mit außergewöhnlichen Situationen seien.

Türkische Unternehmen lassen sich offenbar nicht abschrecken von den Ereignissen in Ägypten. Sie wollen Ägypten trotz des Militärputschs nicht verlassen. Derzeit befinden sich 250 von ihnen in Ägypten.

Sie beschäftigen etwa 60.000 ägyptische Arbeitnehmer und weisen ein Investitionsvolumen in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar auf. Im vergangenen Jahr exportierte die türkische Wirtschaft Waren im Wert von 1,59 Milliarden US-Dollar nach Ägypten. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern lag bei 5,2 Milliarden US-Dollar. Damit ist Ägypten eines der wichtigsten Handelspartner der Türkei.

„Türkische Unternehmen haben Erfahrungen mit Militärputschen und können sich der Situation schnell anpassen. Es gibt keinen Grund zur Panik“, zitiert Today`s Zaman die Vorsitzende der türkischen Industriekammer für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland (DEIK), Zuhal Mansfield.

Die türkische Ministerpräsident Erdoğan hat ein großes Interesse daran, die Wirtschaftsbeziehungen mit Ägypten auszubauen. (mehr hier). Neben einem schwunghaften Handel mit Gütern und Dienstleistungen will er auch das lokale türkische Verwaltungsmodell nach Ägypten exportieren. Im Zuge dessen sollten Istanbul und Kairo, und Alexandria und Ankara zu Partnerstädten werden.

Währenddessen haben in Ägypten Mursi-Anhänger zum „Freitag der Ablehnung“ aufgerufen. In ganz Ägypten werden Kundgebungen der Muslimbrüder erwartet. Die Situation könnte weiter eskalieren.

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