Türkischer Fußballverband (TFF): Lockerung der Ausländerreglung bleibt aus

Alle Hoffnungen der Vereine sind zerschlagen: Auf einer Pressekonferenz erklärte Yıldırım Demirören, Präsident der Türkischen Fussball Föderation, an diesem Freitag, dass die Ausländerreglung weiterhin so durchgeführt werde, wie sie im vergangenen Jahr beschlossen wurde.

Es gab Hoffnung auf eine Lockerung der Ausländerreglung, doch nach der heutigen Pressekonferenz seitens der TFF, löste sich diese vollständig in Luft auf. Obwohl sich 17 Vereine aus der türkischen Süper Lig für eine Änderung der Ausländerreglung ausgesprochen hatten, entschied sich die TFF nun dagegen.

Demnach werden sich in der kommenden Saison lediglich sechs ausländische Spieler im 18-Mann-Kader befinden dürfen und weitere vier Spieler müssen auf der Tribüne Platz nehmen. Die neue Reglung wurde als 6+0+4 vorgestellt. Vergangene Saison wurde mit der 6+2+2 Reglung gespielt. Dort war es den Vereinen noch möglich, sechs ausländische Spieler auf dem Platz und zwei weitere auf der Auswechselbank zu positionieren. Das berichtet NTV.

Galatasaray fühlt sich eingeschränkt

Der Ärger bei den Vereinen ist groß. Denn nun müssen sie vier Spielern Gehälter zahlen, die sie dennoch nicht spielen lassen dürfen und stattdessen auf der Tribüne platzieren. Vor allem Galatasaray war ein großer Verfechter der neuen Ausländerreglung. Der amtierende Meister und Viertelfinalist der Champions League fühlt sich aufgrund der Ausländerreglung auf dem Weg zum Erfolg in Europa eingeschränkt.

Kurz nach der Verkündung, veröffentlichte auch Galatasaray über ihre Homepage eine Stellungnahme, in der sie die TFF stark kritisieren und an ihrer Gleichberechtigung zweifeln. Nun bleibt abzuwarten, ob Galatasaray die Androhungen wahr macht und die ausländischen Spieler, welche alle europäische Pässen besitzen, tatsächlich vor das Europäische Gerichtshof ziehen und ihr Recht einklagen (mehr hier). Denn: In anderen Ligen werden Spieler mit europäischen Pässen nicht als Ausländer gezählt.

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