Ramadan 2013: Die ersten Fastentage sind am schwersten

Mit Sonnenaufgang des kommenden Dienstags startet für mehr als eine Milliarde Muslime weltweit der heilige Fastenmonat Ramadan. Bis Anfang August heißt es nun, Verzicht zu üben. Doch gerade in den ersten Tagen ist die Umstellung meist schwer.

Ab Dienstag, den 9. Juli, ist es soweit: Einen ganzen Monat lang steht für Muslime auf der ganzen Welt der Verzicht und die Besinnung, aber auch Frieden und Versöhnung im Vordergrund. Bis zum 7. August dauert in diesem Jahr der heilige Fastenmonat Ramadan, der vom 8. bis 10. August mit dem Ramadanfest endet. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang verzichten die Gläubigen auf Essen, Trinken und andere weltliche Genüsse. Gerade in den ersten Tagen ist das für viele kein leichtes Unterfangen.

Mindestens zweieinhalb Liter Flüssigkeit

Rund 1,3 Milliarden Muslime stellen sich in diesem Jahr der Pflicht zu fasten. Eine Aufgabe, die zu den fünf Grundpfeilern des Islams gehört. Das türkische Amt für Religiöse Angelegenheiten hat als diesjähriges Ramadan-Credo „Helal Kazan, Helal Ye!“ ausgerufen. Doch in Anbetracht der Jahreszeit und den hohen Temperaturen dürfte die diesjährige Fastenzeit alles andere als einfach werden. Dringend raten die Beamten deshalb, während Sahur und Iftar möglichst mindestens zweieinhalb Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Für deutsche Arbeitgeber hat die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) übrigens bereits 2012 einen Wegweiser erstellt (mehr hier).

Auch das türkische Gesundheitsministerium steht den Fastenden in den ersten Tagen mit gut gemeinten Ratschlägen zur Seite. So stellte Dr. Turan Buzgan im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu noch einmal heraus, dass eine gesunde Ernährung ein Muss während des Ramadans sei. Vor allem, wenn das Fasten in die Sommermonate falle, stelle das warme Wetter ein erhöhtes Risiko dar nicht nur auszutrocknen, sondern auch Schwierigkeiten mit der Verdauung zu bekommen, wenn die Gläubigen nach Stunden des hungerns schwere Mahlzeiten zu sich nähmen.

Dringend rät Buzgan davon ab, zu fettige, zu salzige und schwere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Zum Sahur solle es vielmehr ein leichtes Frühstück mit Joghurt und Käse, vielleicht auch einer Suppe und Gemüse geben. Zum Iftar am Abend sollte sich das Schlemmen jedoch auch in Grenzen halten. „Diejenigen, die tagsüber fasten, haben niedrige Blutzuckerwerte, was dazu führt, dass sie zu schnell und zu viel essen wollen.“ Um den Verlust von Vitaminen und Mineralstoffen im Körper auszugleichen, empfiehlt der Mediziner statt Tee lieber ordentlich Wasser zuzuführen.

Spenden für leukämiekranke Kinder

Neben dem eigenen Wohl gehört während des Fastenmonats auch Charity zum selbstverständlichen Programm. In der Türkei, so berichtet die Hürryiet, hätten sich zahlreiche Supermärkte entsprechend vorbereitet. So würden etwa Pakete angeboten, die gekauft und anschließend an eine Wohltätigkeitsorganisation gespendet werden könnten. Diese können für einen Preis zwischen 20 und 70 Lira erworben werden und gehen, organisiert vom Türkischen Roten Halbmond (Kızılay) oder der Stiftung für Kinder mit Leukämie (LÖSEVI), an ebensolche.

Das sollten Urlauber inzwischen beachten, wenn sie sich im islamischen Ausland aufhalten (mehr hier).

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