Exporteinbruch nach Ägypten befürchtet: AKP-Regierung unterstützt türkische Unternehmer

Türkische Unternehmer haben Angst vor einem Absatzrückgang auf dem ägyptischen Markt. Die AKP-Regierung möchte ihnen diese Angst nehmen und hat einen Arbeitskreis gegründet. Jener Arbeitskreis soll die Unternehmer rechtzeitig über neu eintretende wirtschaftliche Risiken in Ägypten informieren.

Die Ereignisse in Ägypten haben zahlreiche türkische Investoren und Exporteure in Angst versetzt. Sie befürchten Absatzeinbußen. Und das nicht ohne Grund: Derzeit erreicht die Situation eine Eskalationsstufe nach der anderen. Nun hat die Regierung in Ankara einen Arbeitskreis eingerichtet, der sich mit den Problemen der Unternehmer befassen soll. Dieser soll stichhaltige Informationen über die Vorkommnisse in Ägypten sammeln und türkische Unternehmer rechtzeitig vor möglichen Risiken warnen.

Ägypten wichtig für die Türkei

Im vergangenen Jahr haben türkische Unternehmen Waren im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar exportiert. Der Anteil an türkischen Direktinvestitionen in Ägypten liegt bei zwei Milliarden US-Dollar. „Ich glaube, dass die problematische Situation in Ägypten noch eine Weile andauern wird. Doch türkische Investoren werden Ägypten nicht verlassen“, zitiert die Hürriyet Rona Yılcalı von der DEIK (mehr hier). Mit einem Handelsvolumen von 5,2 Milliarden US-Dollar zwischen beiden Ländern, ist Ägypten eines der wichtigsten Handelspartner der Türkei.

Unruhen, Tote und Verletzte

Doch Ägypten kommt nicht zur Ruhe. Die hiesige Muslimbruderschaft hat für diesen Montag zu einem „Aufstand“ aufgerufen, nachdem 42 Anhänger außerhalb eines Armee-Hauptquartiers in Kairo getötet wurden. Gleichzeitig forderten sie eine zügige internationale Intervention, um ein „neues Syrien“ zu verhindern (mehr hier).

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