Mursi ruft seine Anhänger zum Kampf gegen das Militär auf

Die Islamisten in Ägypten beginnen sich mehr und mehr zu radikalisieren. Sie beteuern nun, dass sie bis zum Tode kämpfen werden. Eine „Ägyptische Intifada“ habe begonnen. In den vergangenen Tagen ist es zu mehreren tödlichen Angriffen gegen Sicherheitskräfte gekommen.

Je länger sich die Zusammenstöße zwischen den ägyptischen Sicherheitskräften und Muslimbrüdern hinziehen, desto schärfer wird auch der Ton der Mursi-Anhänger. Islamisten rufen zu einer „Ägyptischen Intifada“ auf.

Sie glauben an ihre „gerechte Sache“ und wollen bis zum Tode dafür kämpfen. Vergangenen Freitag hatten bewaffnete Dschihadisten den Gouverneurssitz in Nord-Sinai erobert. Davor soll es mehrmals zu Überfällen auf Polizei- oder Militärstationen gekommen sein, berichtet Irish Independent.

Doch auch das ägyptische Militär scheint vor Gewaltanwendung nicht zurückzuschrecken. Am Montagmorgen wurden insgesamt 51 demonstrierende Mursi-Anhänger vor dem Hauptquartier der Republikanischen Garde in Kairo getötet. Sie forderten die sofortige Freilassung Mursis, der sich aktuell im Hauptquartier befindet (mehr hier).

Al-Kaida setzt sich in Ägypten fest

CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz sagt, dass Al-Kaida die Gunst der Stunde nutzen möchte. Ihr Ziel sei es mit gewalttätigen Mitteln, ihre politischen Ziele zu erreichen. Der Nährboden für die gewalttätigen Absichten ist derzeit gegeben.

Doch in Ägypten liege das Demokratie-Verständnis in einer grundsätzlichen Schieflage. Denn Demokratie bedeute vor allen Dingen auch Machtteilung, Machtbalance und Kompromiss.

„Und dass Wählerauftrag nicht heißt, der Wähler hätte jetzt für Punkt und Komma ein gesellschaftliches Umgestaltungsprogramm entschieden, was nur in die Richtung einer Partei ginge“, zitiert Deutschland Radio Kultur den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz.

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