Polizeigewalt: EGMR verurteilt Türkei zur Zahlung von Schmerzensgeld

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei in vier Fällen verurteilt. Alle Fälle sollen im Zusammenhang mit Demonstrationen und Polizeigewalt stehen.

Das Europäische Menschenrechtsgericht (EGMR) hat die Türkei im Gefolge von zwei Beschwerden von Teilnehmern, die an den diesjährigen 1. Mai-Demos teilgenommen hatten, zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt.

Die Geschädigten sollen jeweils 15.000 Euro und zusätzliche Reisekosten in Höhe von jeweils 1.760 Euro erhalten. Zuhal Subaşı und Ali Çoban wurden 2006 bei Ausschreitungen in Izmir von Polizeibeamten angegriffen und verletzt.

In zwei weiteren Fällen von Polizeigewalt aus dem Jahr 1997 hat das EGMR die Türkei zur Zahlung von insgesamt 12.000 Euro verurteilt, berichtet Hürriyet.

Zuvor hatte Human Rights Watch (HRW) den exzessiven Einsatz von Tränengas im Zuge der Gezi-Park Proteste scharf kritisiert (mehr hier). „Zehntausende Demonstranten auf dem Taksim Platz mit Tränengas zu attackieren, wird die Krise nicht beenden“, sagt Emma Sinclair-Webb, Türkei-Expertin von HRW.

Mehr zum Thema:

Europarat: Gewalt der Gezi-Proteste darf nicht ungestraft bleiben
Taksim-Pla​tz Istanbul: Zusammenst​öße zwischen Polizei und Demonstran​ten
Gezi-Park Proteste: Erdoğan will rechtlich gegen türkischen Komiker vorgehen

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.