Muslime in Bosnien: 50.000 Gedenken dem Massaker von Srebrenica

Vor 18 Jahren ereignete sich das Massaker von Srebrenica. Tausende bosnische Muslime wurden von nationalistischen serbischen Einheiten getötet. Zum Gedenken haben sich am Donnerstag etwa 50.000 Menschen in Srebrenica eingefunden.

Am Donnerstag haben in Bosnien-Herzegowina etwa 50.000 Menschen in der Gedenkstätte Potocari an das Massaker von Srebrenica gedacht.

Nach der Eroberung Srebrenicas am 11. Juli 1995 selektierten bosnisch-serbische Soldaten vor den Augen niederländischer UNO-Soldaten rund 7000 bis 8000 Männer und Jungen aus. Sie wurden dann in der Umgebung von Srebrenica gefoltert und brutal ermordet, berichtet die UN.

In Ankara sollte im vergangenen Jahr ein Projekt an das Massaker von Srebrenica erinnern. Um auf das grausame Kriegsverbrechen während des Bosnienkriegs aufmerksam zu machen, wurden exakt 8,372 Schuhe im Aliya Izzetbegovic Park zusammengetragen (mehr hier).

Droht Europas Muslimen möglicherweise ein „Holocaust“?

Der türkische Präsident Abdullah Gül fand in seiner Eröffnungsrede des internationalen Symposiums zum Thema „Migration, Islam und Multikulturalität in Europa“ im April 2013, organisiert vom Forschungscenters Migration und Politik der Hacettepe Universität (HUGO) harsche Worte.

„Der Islam und Migranten sind seit Jahrhunderten Realität in europäischen Staaten“, zitiert ihn die türkische Zeitung Hürriyet. Doch solange Europa Segmenten, die nicht der Mehrheit angehören, vor allem in Bezug auf ihre Religion, nicht mit Toleranz begegne, könne es auch zu neuen Inquisitionen oder einem Holocaust kommen. Auch Ereignisse wie in Srebrenica seien wieder möglich (mehr hier).

Muslimfeindlichkeit und Antisemitismus

Muslimfeindlichkeit und Antisemitismus weisen nach Ansicht des Historikers Wolfgang Benz ähnliche Argumentationsmuster auf. Beide Phänomene würden bedient durch eine Reihe von Verschwörungstheorien. „Dabei ist die Muslimfeindschaft in der Bloggerszene besonders infam. Morde an Muslimen werden dort zum Teil freudig begrüßt“, zitiert die Pressestelle des Bundestags den Historiker Wolfgang Benz (mehr hier).

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