Blutiger Streit unter Syriens Rebellen: Al-Kaida tötet hochrangig​es FSA-Mitglied

Offenbar herrscht Uneinigkeit innerhalb der bewaffneten Opposition Syriens. Islamisten haben ein hochrangiges Mitglied des Obersten Militärrats der syrischen Rebellen ermordet. Zuvor hatte sich das FSA-Mitglied mit Al-Kaida-nahen Kämpfern getroffen, um einen weiteren Vorstoß gegen die Assad-Truppen vorzubereiten. Es soll zu einem Streit gekommen sein, der blutig endete.

In Syrien befinden sich die Freien Syrischen Rebellen (FSA) und radikale Dschihadisten der Al-Kaida-nahen al-Nusra Front in einer Koalition gegen den syrischen Präsidenten Assad. Doch offenbar ist zwischen Al-Kaida und der FSA ein blutiger Streit entbrannt. Nach Angaben eines Sprechers der FSA wurde das hochrangige Mitglied der FSA, Kamal Hamami, bei einer Zusammenkunft mit radikalen Islamisten getötet. Bei dem Treffen sollten ursprünglich weitere Kampfhandlungen geplant werden.

„Der ‚Islamische Staat‘ hat mich angerufen und mir gesagt, dass sie alle Mitglieder des Obersten Militärrats der FSA töten werden“, zitiert BBC den FSA-Sprecher. Der Militärrat hat insgesamt 30 Mitglieder. Die FSA wurde 2011 gegründet und hat insgesamt etwa 40.000 Mitglieder.

Syrische Armee stößt vor

Die Assad-Truppen haben Geländegewinne zu verzeichnen. In der erbittert umkämpften Stadt Homs werden die Rebellen nach und nach zurückgedrängt und befinden sich in einer schwachen Position. Auch in Ghanto, Rastan, Zafarani, Kafr Laha befänden sich die Rebellen auf dem Rückzug, berichtet Xinhua. Zuvor hatten syrische Truppen die strategisch wichtige Stadt al-Qussair zurückerobert. Die Rebellen stecken in der Klemme (mehr hier).

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