Die Integratio​n ist gescheiter​t: Migrantenk​inder werden notfalls in Sonderschu​len gesteckt

Migrantenkinder haben im deutschen Schulsystem mit großen Hürden zu kämpfen. Viele von ihnen werden aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse in Sonderschulen abgeschoben. Einige von ihnen werden erst gar nicht eingeschult und nicht alphabetisiert. Die UN erkennt ethnische Diskriminierungen.

Kinder aus Einwandererfamilien haben es schwer im dreistufigen Bildungssystem. Oftmals werden sie aufgrund von mangelhaften Deutschkenntnissen von den Schulbehörden in Sonderschulen abgeschoben. Dabei ist die Intelligenz nicht ausschlaggebend. Kritischer ist der Umstand, dass viele aufgrund ihrer geringen Sprachkenntnisse erst gar nicht eingeschult werden dürfen.

Stark betroffen sind neben den in Deutschland seit Jahren lebenden ethnischen Minderheiten auch EU-Bürger aus Osteuropa. „Das ganz große Problem sind die 16-, 17-Jährigen, deren Schulpflicht bald abläuft und die nicht alphabetisiert sind“, zitiert Bildungsklick die Mitarbeiterin der RAA Duisburg, Barbara Wohlgemuth.

Problematisch sei auch das ablehnende Verhalten einiger deutscher Eltern. „Im letzten Jahr hätten Eltern gegen die Einrichtung einer Vorbereitungsklasse in `ihrem´ Gymnasium protestiert“, so Wohlgemuth. In Vorbereitungsklassen erwerben Schülerinnen und Schüler ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen in allen Fächern Grundlagen in der deutschen Sprache, um sie auf die Regelklassen in Deutschland vorzubereiten.

Pfarrer Jürgen Fliege sagt, dass beispielsweise viele deutsche Eltern ganz bewusst ihre Kinder in „türkenfreie“ Kindergärten schicken möchten. Sie seien nicht im Stande die gesellschaftliche Realität anzuerkennen (mehr hier).

UN prangert deutsches Schulsystem an

Schon 2007 hatte die UN auf das ethnisch diskriminierende Schulsystem in Deutschland hingewiesen, berichtet Euronews. Das geht auch aus einem Bericht des Instituts für Menschenrechte hervor.

Eine Untersuchung der Arbeitsstelle Interkulturelle Konflikte und gesellschaftliche
Integration, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (AKI) zeigt, dass „13 bis 15 Jahre alte italienische, türkische und jugoslawische Kinder auch unabhängig von sozioökonomischer Herkunft, Generationsstatus und anderen Kontrollvariablen stärker in den Hauptschulen konzentriert sind als deutsche Kinder“.

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