Kritik eines islamischen Gelehrten: Das Ramadan-Fest in den Medien dient dem Profit

Ömer Tuğrul İnançer, Generaldirektor am Staatsensemble für Klassische Türkische Musik, warnt die türkischen Medien vor dem Missbrauch des Monats Ramadan. Viele seien nur daran interessiert ihre Gewinne zu erhöhen. Doch der Ramadan sei weder ein Monat des Profits noch der Verschwendung.

Ömer Tuğrul İnançer ist Generaldirektor am Staatsensemble für Klassische Türkische Musik und gleichzeitig Mitglied in einem islamischen Sufi-Orden. Er ist unglücklich über die Darstellung des Ramadan in den Medien. Der Monat werde seitens der Medien genutzt, um einen möglichst hohen Profit zu erzielen. Die „wahre Bedeutung“ des Ramadan käme oftmals zu kurz.

Ein weiterer Kritikpunkt İnançers sind die ausgiebigen Speisen, die beim Fastenbrechen verzehrt werden. „Es werden sogenannte Ramadan-Buffets zubereitet. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich gei großem Hunger auch immer mehr auf seinen Teller nimmt, als er verzehren kann. Der Rest landet dann in der Mülltonne. Doch Verschwendung ist eine Sünde“, so İnançer auf dem Nachrichtenportal Semazen.net.

Die Zeit der Besinnung und der Wohltätigkeit während des Ramadans wird offenbar nicht von allen Muslimen ernst genommen. Nicht wenige schlagen ins Gegenteil und damit in einen regelrechten Konsumrausch um. Es ist ein Phänomen, das vor allem die arabische Welt mehr und mehr beschäftigt (mehr hier).

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