Ramadan in Myanmar: Muslimen droht der totale Untergang

Die Muslime in Myanmar stehen vor der kulturellen und physischen Ausrottung. Im Monat Ramadan laufen die Übergriffe radikaler Buddhisten weiter. Von der UN werden die Muslime Myanmars als „die am meisten Verfolgte Minderheit der Welt“ eingestuft.

Millionen Muslime sitzen im Verlauf des Monat Ramadan jeden Abend vor ihren festlich zubereiteten Speisen. In jeder Nacht verrichten sie ihr Teravi-Gebet und unterhalten sich danach in geselliger Runde.

Doch nicht bei allen Muslimen geht es so beschaulich zu. Die muslimische Minderheit in Myanmar steht kurz vor der physischen und kulturellen Ausrottung. Insgesamt 54 Millionen Menschen leben in Myanmar, wovon 3,6 Prozent dem islamischen Glauben angehören. Der restliche überwiegende Teil setzt sich aus Buddhisten zusammen.

Pogrome, Massaker und Flucht

Die Muslime Myanmars – insbesondere die Rohingya Muslime – sind in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu Opfern von Pogromen und Massakern geworden. Die jüngste Welle der Pogrome begann im vergangenen Jahr. Seit dem sind nach UN-Angaben um die 20.000 Muslime in die Nachbarländern geflohen. Einer von ihnen ist Jani Alam. Er sagte der Zeitung Neues Deutschland:

„Eine große Rolle bei der Aufstachelung der buddhistischen Bevölkerung haben buddhistische Mönche gespielt. Buddhisten, bewaffnet mit Pfeilen, Macheten und Knüppeln, kamen in unser Dorf und zerstörten alles. Die NASAKA, die Grenzpolizei von Arakan, die alles mit angesehen hatte, begann, auf uns zu schießen, als wir die Feuer zu löschen versuchten. Meine Eltern erlagen ihren Schusswunden nach drei Tagen“.

Völlige Entrechtung der Rohingya

Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), berichtete schon 2012, dass insbesondere die Regierung von Myanmar auf eine militärische Lösung ethnischer Fragen setze. „Die Rohingya sind verachtet und verhasst. Selbst weite Teile des demokratisch gesinnten Birma beteiligten sich während des blutigen Konflikts im Juni an der Hetze gegen schätzungsweise 800.000 Rohingya“, stellte die GEP fest.

Von der UN werden die Rohingya-Muslime als „die am meisten Verfolgte Minderheit der Welt“ eingestuft. Die Verfolgung reicht von Zwangsarbeit über systematische Dezimierung der Einwohnerzahl bis hin zu illegalen Tötungen und Konfiszierung von Eigentum. Zudem wird ihnen die Staatsbürgerschaft verweigert (mehr hier)

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