Medien & Entertainment 2013: Türkei nimmt fast 12 Milliarden Dollar ein

Die türkische Entertainment- und Medienbranche hat mächtigen Aufwind. Bis Ende dieses Jahres soll der Sektor 11,6 Milliarden Dollar einbringen. Und der Trend nach oben setzt sich fort: In den nächsten fünf Jahren sollen es jährlich 11,4 Prozent mehr werden. Das geht aus einem Bericht von PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouse Coopers (PwC) zeichnet ein optimistisch stimmendes Bild der türkischen Medien- und Entertainment-Landschaft. Dieser Sektor soll noch bis Ende des Jahres 2013 ganze 11,6 Milliarden Dollar einbringen. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor kamen die türkischen Unternehmer in diesem Bereich auf 10.2 Milliarden Dollar. Das geht aus dem aktuellen Report „PriceWaterhouse Coopers’ Global Entertainment and Media (E&M) Outlook 2013-2017“ hervor, der am 9. Juli veröffentlicht wurde.

Darüber hinaus sagen die Fachleute ein jährliches Wachstum von 11,4 Prozent für die kommenden fünf Jahre voraus. Weltweit betrachtet soll dieses übrigens nur bei 5,6 Prozent liegen. Konzentriert hat sich PwC bei seinen Betrachtungen auf den digitalen Wandel der Hauptakteure innerhalb des Entertainment- und Mediensektors. Im Fokus standen dabei unter anderem die Themen Online-Werbung, Internet-Dienstleistungen, digitale Medien.

Da China, Brasilien, Indien, Russland, der Mittlere Osten und Nordafrika, Mexiko, Indonesien und Argentinien in den Jahren 2013 bis 2017 mit den größten Wachstumsraten bzw. nahezu einer Verdoppelung ihrer Quoten rechnen können, wird auch ihre Bedeutung auf dem internationalen Parkett zunehmen. PwC prognostiziert, dass sie im Jahr 2017 für 22 Prozent der weltweiten Umsätze in diesem Sektor verantwortlich sein werden. 2008, so berichtet die Hürriyet, waren es noch zwölf Prozent. Gleichzeitig würden die reiferen und technologisch fortgeschrittenen Märkte in Nordamerika, Westeuropa und Asien-Pazifik, maßgeblich vom globalen Übergang zu digitalen Konsum der so genannten E & M-Dienstleistungen geprägt.

Türkei: Boom-Geschäft mobile Internet-Dienste

In der Türkei wird vor allem das Thema Internetzugang in den kommenden fünf Jahren einen regelrechten Boom erleben. Demnach würden die Umsätze geradezu dramatisch steigen von 2,72 Milliarden im Jahr 2012 auf 7,25 Milliarden im Jahr 2017. Haupttreiber des türkischen Wachstums seien mobile Internet-Dienste. Hintergrund seien zum einen die massenhafte Verfügbarkeit erschwinglicher Smartphones sowie eine relativ niedrige Festnetz-Breitband-Penetration. Allein diese Sektoren, so PwC würden ihre durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) in der Zeit von 2012 bis 2017 auf 36,5 Prozent fahren und so satte vier Milliarden Dollar erreichen. Florieren werde zudem der Abonnement-Sektor. Hier setzen die Fachleute für den gleichen Zeitraum jährlichen Wachstumsraten von 27,9 Prozent an, um letztlich 47,1 Millionen Dollar zu erreichen. Auch die politische Spitze des Landes zeigt sich an diesen Themen äußerst interessiert (mehr hier).

Dem Bericht zufolge, ist die Türkei der zweitgrößte Internet-Werbemarkt in Zentral-und Osteuropa. Allein 2012 betrugen die Online-Werbeausgaben 601 Millionen Dollar. Bis zum Ende des Prognosezeitraums wird die Türkei die Ausgaben auf 1,27 Milliarden Dollar nach oben geschraubt haben. Das entspricht einer Wachstumsrate von 16,1 Prozent. Schon jetzt hat die Türkei einen der fortschrittlichsten mobilen Werbemärkte. Dieser wird bis 2017 geschätzte 82 Millionen Dollar schwer sein. 2012 waren es erst 24 Millionen Dollar. Rund 17 Milliarden Dollar gaben die Türken übrigens allein 2012 beim Online-Shopping aus (mehr hier).

Werbeausgaben: Digitale Medien holen merklich auf

Der Bericht zeigt außerdem, dass die Werbeausgaben weiterhin auf neue, digitale Plattformen migrieren. Obschon die Werbeeinnahmen der physische Medien bis 2017 nach wie vor die Mehrheit innerhalb des E&M-Sektors ausmachen werden, holen die digitalen Medien merklich auf. Signifikante Wachstumsraten seien demnach auf dem Internet-Werbemarkt zu verzeichnen und 2017 immerhin 37 Prozent der gesamten Werbeeinnahmen ausmachen. 2012 waren es 26 Prozent. Dieses Segment ist derzeit 100,2 Milliarden Dollar schwer und wird bis 2017 stolze 185,4 Milliarden Dollar erreichen.

Hier geht’s zum Report

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