„Game of Thrones“-Filmvorführung im Unterricht: Offizier darf nach Ausschluss wieder zum Militär

Iskender Gülbahar kann nach knapp einem Jahr endlich wieder seiner Tätigkeit in einer Militärakademie nachgehen. 2012 war er entlassen worden, weil er die US-Fantasy-Serie Game of Thrones im Unterricht gezeigt hatte.

Das hatte sich Iskender Gülbahar anders vorgestellt. Der Offizier, der an einer Militärakademie unterrichtete, wollte seinen Schülern mit der Originalversion der Serie „Game of Thrones“ die englische Sprache näher bringen. Die Serie entsprach allerdings nicht der Vorstellung seiner Vorgesetzten. Im August 2012 wurde er entlassen, weil die Filmvorführung der US-Fantasy-Serie im Unterricht unter „sexuelle Belästigung“ und „Beleidigung des Türkentums“ falle.

Knapp ein halbes Jahr später wurde nun sein Antrag auf Aufhebung der Entlassung angenommen. Das Militärgericht hat entschieden, dass die Entlassung aus der Militärakademie in Malatya unwirksam sei.

Im Urteil heißt es:

„Dass die Serie Game of Thrones im nationalen Fernsehen gezeigt wird und die Serie zu Lernzwecken Schülern in der Originalsprache gezeigt wird, genehmigen wir. Es ist unbestritten, dass für die Mitglieder des Militärs disziplinäre und moralische Werte einen besonders großen Stellenwert haben“.

Trotzdem sei es nicht notwendig, jeden Verstoß mit einer Entlassung zu bestrafen. Hier sei es wichtig , die Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen zu verlieren. Diese sei in diesem Fall nicht gegeben, zudem diene die Entlassung nicht dem öffentlichem Wohl. Aus diesem Grund werde die Entscheidung aufgehoben, zitiert die Hürriyet aus dem Urteil.

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